Der Bundesverband privater Spielbanken (BupriS) teilte am Dienstag in Berlin mit, dass die Maßnahmen der Spielbanken zum Schutz vor Geldwäsche unverändert Wirkung zeigen. Die erfreulich niedrige Zahl von Verdachtsanzeigen an das Bundeskriminalamt entspricht dem hohen Schutzniveau der konzessionierten Spielbanken für Spielerschutz und gegen Missbrauch.

Die Zentralstelle für Geldwäsche-Verdachtsanzeigen beim Bundeskriminalamt teilte in Ihrem Jahresbericht 2008 mit, dass im Jahr 2008 vier Anzeigen von Spielbanken wegen Verdachts auf Geldwäsche eingegangen sind.

‚Die niedrige Zahl überrascht keineswegs, zeigt sie doch, dass deutsche Spielbanken als Ort zum Geldwaschen sehr unattraktiv sind. Eine realistische Chance zum Geldwaschen in Spielbanken besteht nicht, weil nur wenige Spielbankkonzessionen nach strenger Auswahl erteilt werden und Gäste nur nach Ausweiskontrolle Zutritt erhalten.’so der Geschäftsführer des Bundesverbandes privater Spielbanken, Martin Reeckmann. Außerderm fügt er hinzu: ‚Die Gäste der privaten Spielbanken haben 2008 im Durchschnitt 96,96 Euro beim Spiel eingesetzt. Rechnet man die zum Tronc gegebenen Trinkgelder hinzu, erhöht sich der Aufwand der Spieler für die Spielteilnahme auf 113,94 Euro. Damit lassen sich nennenswerte Erträge aus kriminellen Machenschaften nicht waschen.‘

Das Bundeskriminalamt vermutet vorallem bei Online-Glücksspielen im Internet eine Vermischung kriminell erziehlten Summen mit legalen Spieleinsätzen. Illegal erlangte Gelder können dort als Wett- und Spieleinsätze deklariert werden und auf Konten von Online-Casinos transferiert werden.

‚Bei den Spielbanken in Deutschland mit höchsten Anforderungen an die Erteilung einer Spielbankkonzession, strenger Aufsicht und lückenlosen Zutrittskontrollen ist das nicht möglich‘, so Martin Reeckmann.

Nicht nur um ihren Gästen bestmöglichen Serice und Spielerschutz zu bieten beobachten staatlich konzessionierte Spielbanken ihre Gäste aufmerksam, sondern auch im Dienste der Geldwäschevorbeugung. Künftig werden die Spielbanken die Daten Ihrer Gäste selbstverständlich nur in begründeten Einzelfällen an Sicherheitsbehörden übermitteln.

Der Bundesverband privater Spielbanken fordert den Gesetzgeber zugleich auf, auch auf andere Glücksspielanbieter die Anwendung des Geldwäschegesetze sicherzustellen. Einfallstore für Geldwäsche durch kriminelle oder terroristische Akteure seinen vorallem Glücksspielanbieter, deren Marktzutritt keiner gründlichen Prüfung unterliegt und deren Kunden nicht identifiziert werden.