Die Bündner Casinos kriegen nicht die Kurve. St. Moritz konnte nur einen kleinen Gewinn einfahren und das bekannte Schweizer Casino Davos musste sogar einen sechsstelliger Höhe hinnehmen. Das Eigenkapital des Casinos Davos, dass sich im Südosten der Schweiz befindet, ist im Schwinden begriffen.

Im letzten Jahr war die Aktiengesellschaft gezwungen, bei einem Bruttospielertrag von 2.7 Millionen Schweizer Franken eine Verlust von etwa 556.000 einstecken. Damit verringerte sich das Eigenkapital auf 2,1 Millionen Franken. Die zweite Spielbank in Graubünden, in St. Moritz steht etwas besser da.

Dort kam im letzten Jahr auf einen Bruttospielertrag von 4,1 Millionen Franken ein Gewinn von 463.000 Franken. In Davos, im schweizerischen Graubünden, ist der Verlust viel höher als in den beiden Jahren zuvor (247 000 Franken 2008 und 11 000 Franken 2007). Es kam zu einem kurzen Zwischenhoch im Jahr 2006, einem Gewinn von knapp einer Viertelmillion Franken. Danach ging es in den Keller, dies steht in enger Verbindung mit dem Rauchverbot in diesem Kanton.

Außerdem hatten die gesetzlichen Bestimmungen zur Folge, dass zu Beispiel die Kosten für Personal trotz des niedrigen Bruttospielertrags kaum noch gesenkt werden können. So können die kleineren Spielbanken in den Touristengebieten wie beispielsweise Davos mit seinem großen Casino, St. Moritz und Interlaken die Betriebszeiten bei personalstarken Betrieb von Tischspielen nur eingeschränkt verringern.

Der Bund und die Kantone bekamen aber nicht nur im halbwegs gutlaufenden St. Moritz sondern auch im bekannten Casino Davos eine Menge Geld. So lagen die die Ausgaben der Spielbanken beim Casino Davos im vergangenen Jahr bei über 700.000 Franken und in St. Moritz sogar mehr als eine Million. Davon bekamen die Kantone 290.000 beziehungsweise 440.000 Franken in ihre Kassen.