Grund dafür sei ein Fall, bei dem ein Unbekannter seinen Millionengewinn im Lotto nicht eingelöst zu haben schien. Die anschließende Handhabung dieses Falles sei nicht ganz korrekt gewesen und nun wolle der Hauptgeschäftsführer durch die Anzeige deutlich machen, dass er sich des eigenen Fehlers bewusst ist und dazu in der Lage die Konsequenzen zu tragen. Der Geschäftsführer Herbert Laubach wurde gleichzeitig vom Aufsichtsrat freigestellt.

Ein Millionengewinn in Rheinland Pfalz hat ein Nachspiel. Vor vier Jahren wurde beim Lotto in Rheinland Pfalz ein Gewinner gezogen, der eine Million Euro gewonnen hatte, bis heute aber unbekannt bleibt, da dieser sich nicht gemeldet haben soll. Der Unbekannte wurde durch Anzeigen gesucht und ausgeschrieben, jedoch meldete sich dieser dennoch nicht. Innerhalb von 30 Wochen wurde auf die Antwort des Gewinners gewartet, der bis heute unerkannt blieb.

Im Anschluss an den vorgeschriebenen Zeitraum wurde eine Sonderauslosung für das Bundesland Rheinland Pfalz veranstaltet. Falsch daran war an sich nichts, jedoch wurde zu dieser Zeit vergessen, dass Beiträge ab einem Wert von über 100.000 Euro dem Deutschen Lottoblock gegeben werden müssen. Der Deutsche Lottoblock ist als eine Art Dachorganisation bekannt, jedoch wird das vorgeschriebene Prinzip offensichtlich nicht von allen Lottogesellschaften in den Bundesländern eingehalten. So auch in diesem Fall.

Peter Schössler machte gegenüber der Presse deutlich, dass sein Verhalten nicht angemessen gewesen sei. Gegenüber dem Lottoblock sei der Ablauf nicht in Ordnung gewesen und aus diesem Grund wolle er sich nun für den begangenen Fehler verantworten. Welche Folgen die Selbstanzeige haben wird und ob diese in Bezug auf das geltende Strafrecht überhaupt Folgen mit sich bringen wird bleibt abzuwarten. Das Vertrauen innerhalb des Unternehmens sei erst einmal angeknackst, weshalb auch Laubach erst einmal freigestellt wurde. Alle weiteren Folgen bleiben wohl noch abzuwarten.