Dieser hatte aufgrund der Spielsucht so gut wie alles verloren, Job, Freundin und vor allem Geld. Hohe Schulden nahmen immer weiter zu in der Zeit während der Sucht und diese verleitete ihn zu kriminellen Handlunge, um weiter spielen zu können.

Nachdem er zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt wurde und zwei Therapien hinter sich gebracht hat, ist er nach eigenen Angaben seit Sommer 2012 von der Sucht befreit. Weil er sein eigenes Schicksal als sehr erschreckend ansieht, entschloss er sich nun auch anderen Menschen dabei zu helfen, sich aus der Spielsucht zu befreien. Hierzu wurde die Selbsthilfegruppe in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt (Awo) ins Leben gerufen.

Nachdem es schon früher Versuche bei der Awo gab, Hilfe dieser Art für Betroffene anzubieten, wurden diese Angebote doch meist nicht genutzt. Vielleicht liegt es nun daran, dass ein Betroffener selbst für dieses Angebot gesorgt hat und die Gesprächsgruppen anonym stattfinden. Die offenen Gesprächsrunden können auch als Therapie angesehen werden und da hier viele Süchtige zusammenfinden und über ihre Probleme sprechen können, werde hier nach Angaben des Initiators keiner verurteilt, sondern es soll geholfen werden.

Die Gesprächsrunden finden nun zweimal monatlich in den Räumen der Awo statt. Regelungen bei den Gesprächen, sollen den Teilnehmern Sicherheit bieten. Zu diesen Regelungen zählt unter Anderem auch die Verschwiegenheit der Teilnehmer, die die besprochenen Dinge nicht nach außen tragen dürfen. Auch Verständnis, Akzeptanz und Respekt sind währen der Gespräche wichtige Themen innerhalb der Gesprächsrunden.