Festgelegt wurde bei dem Sitzungsmarathon außerdem, welche Seniorenstätte wie viel Zuschüsse erhalten soll. Die Gelder sollen künftige durch die Erhöhung der Vergnügungssteuer in die Staatskassen gespült werden. Für die Seniorenarbeit bedarf es derzeit etwa Zuschüsse in Höhe von 288.000 Euro, Geld welches in dieser Größenordnung bisher nicht vorhanden ist. Über die Erhöhung der Vergnügungssteuer soll die Seniorenarbeit in Zukunft nun über das Glücksspiel unterstützt werden.

Die Förderungshöhen sind nach den jeweiligen Stiftungen aufgegliedert. So wurde während der Sitzung festgelegt, dass acht der Einrichtungen Anspruch auf den vollen Zuschuss in Höhe von 31.000 Euro pro Jahr erhalten sollen. Vier der Einrichtungen stehe eine Förderung in Höhe von 24.800 Euro zu und eine Einrichtung soll von der Stadt eine 50-prozentige Förderung in Höhe von 15.5000 Euro pro Jahr erhalten.

Bei positiver Entwicklung sollen die Gelder der jeweiligen Stiftungen nach oben hin angeglichen werden, fällt das Ergebnis eher negativ aus, so sollen die Zuschüsse gekürzt werden. Bevor diesbezüglich jedoch Entscheidungen getroffen werden hat die Politik besprochen, einen Beobachtungszeitraum von zwei Jahren einzuräumen, in denen die Entwicklung klar erkennbar sein soll.

Während man sich in Bezug auf die Förderungshöhe relativ schnell einig werden konnte, erhitzten sich die Diskussionen in Bezug auf die Steuererhöhung, um hier die Förderungsgelder abzuschöpfen. Die Variante ist umstritten und besonders die FDP hatte den eigenen Standpunkt deutlich gemacht und angegeben, dass freiwillige Leistungen nicht mit Steuererhöhungen kompensiert werden dürften.

Nach Angaben des Kämmerers Wolfgang Thoenes sollen zuerst einmal die freiwilligen Leistungen überprüft werden, um dann eventuell offene Restbeträge mit Hilfe der Steuererhöhung zu kompensieren. Von der Variante ausschließlich über die Steuererhöhung zu kompensieren halte der Kämmerer nichts, da diese Variante auch von Seiten Düsseldorfs abgelehnt werden könnte.