Während viele Menschen sich heute gar nicht mehr an Werbung dieser Art stören, so beschwert sich aktuell die SP darüber, dass die Casinowerbung zu sexistisch sei. Bei der aktuellen Werbekampagne des Grand Casinos sind leicht bekleidete Frauen zu sehen, die ein wenig an die Ikone Marylin Monroe erinnern. Genau diese Bilder sorgten bei der letzten Generalversammlung des Stadtcasinos für Diskussionen.

Laut der SP-Einwohnerrätin Andrea Arezina handelt es sich bei den Plakaten ganz klar um sexistische Werbung. Begründet wird dies durch die Politikerin damit, dass die leicht bekleideten Frauen die Werbeplakate zieren, jedoch nichts zeigen, was im Casino angeboten wird. Im Casino wird Glücksspiel angeboten, jedoch kein Modelwettbewerb, daher sei die Werbung unpassend. Arezina fordert die Stadt Baden in einer parlamentarischen Anfrage nun dazu auf, die Werbekampagne des Casinos zu stoppen.

Von Seiten bürgerlicher Politikerinnen wird diese Anfrage als überflüssig angesehen. Die Großrätin und Vizepräsidentin des Badener Einwohnerrates, Stefanie Heimgartner (SVP) ärgere sich nach eigener Aussage sogar über diese Diskussionen, denn sie halte diese für überflüssig. Die Werbeplakate des Casinos seien nicht sexistisch, denn es sei zwar nackte Haut zu sehen, jedoch seien die meisten Körperstellen von der Kleidung bedeckt. Sich gegen Sexismus in Verbindung mit Werbung auszusprechen sei richtig, sagt CVP-Großrätin Marianne Binder, jedoch sei dies an anderer Stelle viel sinnvoller.

Bereits zweiter Sexismus-Vorwurf gegen das Casino

Das Casino geriet in der Vergangenheit bereits schon einmal in die Schlagzeilen. Auch hier wurde dem Casino Sexismus in Verbindung mit einer Werbekampagne vorgeworfen. Beim letzten Mal zeigten die Werbeplakate des Casinos im Jahr 2006 eine halbnackte Frau auf einem aufblasbaren Delfin. Bereits beim letzten Mal und auch bei diesem Mal wurden Klagen eingereicht. Dieses Mal jedoch gibt auch die Lauterkeitskommission an, dass es sich bei der aktuellen Werbekampagne des Casinos nicht um sexistische Bilder handle. Aus diesem Grund gibt Grand-Casino-Chef Detlef Brose an, dass die Kampagne aktuell nicht zurückgezogen werde, da die Vorwürfe nicht gerechtfertigt seien.