Sein Vorgänger Philip Rößler (FDP) hatte bereits begonnen Regelungen zum Spielerschutz und vor allem zum Jugendschutz vorzuschlagen, mit der Durchsetzung eben solcher Regelungen will Sigmar Gabriel nun auch weiter fortfahren. Geplant sind strengere Regelungen für die Spielhallen, die zum Beispiel von nur noch zwei anstelle von drei Spielgeräten in Kneipen und Gaststätten vorsehen. Auch sollen die aufgestellten Spielgeräte in den Spielhallen nur noch einen maximalen Gewinn auszahlen können, der deutlich geringer ausfallen soll als bisher.

Von Seiten Rößlers wurde bereits im Jahr 2013 eine Novelle der Spielverordnung präsentiert. Diese Novelle wurde jedoch von Seiten der Gesundheitsexperten stark kritisiert, da diese deren Meinung nach sich zu sehr auf die Seite der Automatenindustrie stelle. Rößler wurde daher von Seiten des Bundesrats dazu aufgefordert, die Regelungen noch einmal zu überarbeiten und sehr viel strenger zu fassen. Dieser Maßgabenbeschluss von Seiten des Bundesrats sollte von dem damaligen Wirtschaftsminister durchgesetzt werden. Dieser jedoch entschied, die eigens herausgebrachte Novelle nicht in Kraft zu setzen.

Der amtierende Wirtschaftsminister Gabriel hat sich nun vorgenommen, diese Novelle erneut aufzugreifen und noch einmal zu überarbeiten. Geplant ist es, die überarbeite Novelle den Ministern vorzulegen, die darüber abstimmen sollen. Das Kabinett soll das Gesetz dann beschließen, damit es Eu-seitig notifiziert werden kann. Geplant ist demnach, nach Angaben von Sigmar Gabriel, dass das neue Gesetz noch in diesem Jahr, vielleicht im Herbst, in Kraft treten soll.