Doch nicht nur bei den Beschäftigten ist dies ein Thema, auch der Bundesarbeitskreis Spielbanken von ver.di beschäftigte sich mit dieser Thematik. Man mache sich Sorgen um die Arbeitsplätze der Spielbanken, so die Aussage von Bernhard Stracke von der Bundeskoordinierung Spielbanken der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Zwei Schließungen von Spielbanken erfolgten erst kürzlich, die Spielbanken in Erfurt und Frankfurt-Flughafen mussten den Betrieb einstellen. In Berlin und Mainz stehen neue Ausschreibungen bevor, die den Arbeitnehmern Angst machen, auch wenn die Betreiber bereits angekündigt haben, die tarifvertraglichen Regelungen zur Kündigung einzuhalten, sollte bis zum Auslaufen der Konzessionen am 31.12.2015 keine neuen Betreiber gefunden worden sein.

Mindestlohn in Spielhallen

Der Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Spielbanken, Horst Jaguttis, machte deutlich, dass eine übernahme der Arbeitnehmer erfolgen müsse, auch wenn der Betreiber einer Spielbank wechselt. Die Spielbanken in Deutschland haben nach Jaguttis Aussage einen staatlichen ordnungspolitischen Auftrag zu erfüllen. Hierbei geht es darum, das illegale Glücksspiel einzudämmen und den Spielerschutz zu gewährleisten.

Seit dem 01.01.2015 gilt in Deutschland der gesetzliche Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro. Hier müssen sich auch Spielbanken und Spielhallen daran halten. Nach Angaben Strackes würde dies in den Spielbanken kein Problem darstellen, da die Tarifgehälter über dem Mindestlohn liegen. In den Spielhallen hingegen stehen Arbeitsvertragsänderungen bevor. Die Arbeitgeber feilen nach der Aussage von Stracke bereits an neuen Verträgen in Bezug auf den Mindestlohn.