Doch nicht nur in den Wettbüros und im Internet sind die Tippspiele aktuell besonders beliebt, viele dieser Tippspiele werden auch privat organisiert. Sind diese privaten Tippspiele überhaupt legal?

Die EM bietet sich an, um private Tippspiele zu organisieren. So kommt es dazu, dass auch in der Schweiz sowohl Freunde, als auch Firmen, Vereine und Schulklassen dem Wettfieber verfallen. Hier gilt es jedoch aufzupassen, denn Tippspiele mit Geldeinsätzen und Gewinnen sind nicht immer legal. In der Schweiz haben Swisslos und Loterie Romande ein striktes Monopol auf Sportwetten. Wer dagegen verstößt, der kann es mit der mit der Lotterie- und Wettkommission (Comlot) zu tun bekommen.

Von Seiten der Institution wurde jedoch bereits bekannt gegeben, dass gerade zu Zeiten der EM gerne einmal ein Auge zugedrückt wird. Hier wurde beschlossen, dass das private Geldspiel von der Gesetzgebung nicht unter Strafe gestellt wird. Private Tipper sollten sich hierbei jedoch auch nicht gleich in vollkommener Sicherheit wiegen, denn auch das Zudrücken der Augen hat bei Comlot Grenzen.

Wann sind private Tippspiele in der Schweiz in Ordnung?

– zeitlich begrenzte Tippspiele

– Tippspiele während einer Fußball-WM oder –EM

– wenn nur mit kleinen Einsätzen gespielt wird

– wenn es nur einen kleinen Teilnehmerkreis gibt

-wenn der Teilnehmerkreis sich in derselben Region bewegt

– Veranstalter darf mit dem Tippspiel keine Einnahmen generieren

Da es hierbei nicht um eine gesetzliche Regelung geht, ist es schwer hier Grenzen zu ziehen. Von Seiten der Comlot wird angegeben, dass ein Teilnehmerkreis über 500 Personen nicht mehr als klein bezeichnet werden kann. Eine strafrechtliche Anzeige erfolgt bei kleinen und zeitlich begrenzten Tippspielen von Seiten der Comlot eher nicht. Wer die Ausnahmen überschreitet der muss jedoch tatsächlich mit einer Strafe rechnen. Hier können Bußgelder bis zu einer Höhe von 10.000 Franken aufgerufen werden.