In jedem Spaß liegt auch ein wenig ernst, dies wird spätestens bei dem Namen der Sonderkommission deutlich. Die Sonderkommission „Snack“ wurde nämlich im Kampf gegen mutmaßliche Automatenbetrüger ins Leben gerufen. Der Grund des namens: es geht um Chips, wenn auch nicht um Chips zum Essen, so geht es immerhin um Spielchips.

Mutmaßliche Betrügerbande

Den mutmaßlichen Spielautomatenbetrügern wird einiges Vorgeworfen. Hier die Zusammenfassung der Vorwürfe:

  • Manipulation von Spielautomaten in mehreren hundert Fällen
  • Erbeutung eines Millionenbetrags durch Betrug
  • gewerbsmäßige Fälschung technischer Aufzeichnungen

Sonderkommission seit dem Frühjahr 2016 im Einsatz

Die Sonderkommission „Snack“ stellt seit einem Hinweis im Frühjahr 2016 Ermittlungen an. Nun wurden in vier Bundesländern gleichzeitig Razzien durchgeführt. Ziel hierbei war es die Spielautomatenbetrüger bei diesen Razzien stellen zu können. Zur Umsetzung dieses Eingriffs waren 240 Polizeibeamte im Einsatz und führten insgesamt rund 70 Razzien durch. Die Ermittler konnten den Einsatz mit ersten Erfolgen abschließen.

Durchsuchungen von Wohnungen, Spielhallen und Gaststätten

Bei den Razzien in verschiedenen Etablissements, wie Wohnungen, Spielhallen und Gaststätten, konnten mehrere Beweise sichergestellt werden. Das Beweismaterial muss im Folgenden durch die Sonderkommission überprüft werden. Es ist damit zu rechnen, dass entsprechende Überprüfungen mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden. Weiterhin ist damit zu rechnen, dass mit den Erkenntnissen aus den Beweismitteln weitere Durchsuchungen durchgeführt werden müssen. So lange die Ermittlungen andauern werden, ist noch nicht mit einer Anklage zu rechnen.

Festnahme des Hauptbeschuldigten

Ein weiterer Erfolg der durchgeführten Razzien war die Festnahme des Hauptbeschuldigten. Dem polizeibekannten 41-jährigen und seinen Komplizen wird Spielhallenbetrug durch Manipulation vorgeworfen. Der Mann konnte in seiner Wohnung im Kölner Norden festgenommen werden. Die Razzien wurden in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen durchgeführt. Geleitet werden die Ermittlungen durch die Kölner Staatsanwaltschaft.