Bisher konnten die Ureinwohner in den USA sich in vielerlei Hinsicht auf Sonderrechte berufen. Auch im Zusammenhang mit dem Glücksspiel konnten viele der Stämme sich über gewisse Freiheiten freuen. Auf eben diese Sonderrechte beriefen sich kürzlich auch erst die die Iipay Nation of Santa Ysabel aus Kalifornien in Bezug auf das Thema Online Poker. In diesem Fall hatten die amerikanischen Ureinwohner jedoch keinen Erfolg und auch die Sonderrechte halfen nicht, als es um das Angebot von Online Poker durch den Ureinwohnerstamm ging.

Bemühungen um Online Poker bei der Iipay Nation of Santa Ysabel:

  • Online Plattform seit 2014
  • anfangs wurde über die Plattform lediglich Bingo angeboten
  • Online Poker wurde frühzeitig angekündigt und sorgte für Aufmerksamkeit
  • Plattform wurde mit einstweiliger Verfügung vom Netz genommen
  • Entscheidung durch das Bezirksgericht des Southern District of California

Dies war nicht der erste Stamm von Ureinwohnern, die versuchten, Online Poker in den USA anzubieten. Normalerweise gilt das Sonderrecht in vielerlei Hinsicht, wenn etwas direkt auf dem Land der Ureinwohner umgesetzt wird. Im Fall des Online Pokers jedoch, würde das Angebot zwar von dem Land der Ureinwohner aus gesteuert werden, nutzbar wäre dies jedoch von jedem amerikanischen Bürger. Genau aus diesem Grund entschied das Gericht, dass die Sonderregelungen des Indian Gaming Regulatory Act (IGRA)  hier nicht anwendbar seien und die Ureinwohner sich daher an die Regelungen des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act of 2006 (UIGEA) halten müssen.

Die Entscheidung zum Thema Online Poker wird mehr Ureinwohner betreffen, als diesen einen. Interesse wurde bereits von mehreren Stämmen bekundet, allerdings werden die gerichtlichen Entscheidungen wie bei diesem Beispiel ausfallen. Das Angebot von Online Poker wird den amerikanischen Ureinwohnern, sofern sich die gesetzlichen Regelungen nicht ändern, nicht möglich sein.