Der russische Regierungschef Wladimir Putin, der sich sonst immer sehr gegen Glücksspiel ausgesprochen hat, scheint die Errichtung von Casinos und Spielbanken in Erwägung zu ziehen. Er habe die Regierung angewiesen die Errichtung eben solcher Etablissements vor Ort zu prüfen.

Bevor diese Prüfung von Seiten des Kremelchefs angeordnet wurde, habe dieser von der Stadtverwaltung, dem gesellschaftsrat und dem Bürgermeister von Sotschi Schreiben erhalten, in denen der Aufbau eben solcher Casinos, Spielbanken und ähnlicher Glücksspieletablissements befürwortet wurde.

In den Schreiben seien die Befürwortung der Errichtung von Glücksspieletablissements in Sotschi besonders hervorgehoben worden, so der Sprecher des Regierungsoberhaupts. Der Wunsch danach, in der Region Glücksspieltempel zu errichten, sei schon im Vorfeld mehrfach aufgekeimt, bisher hatte Putin diesen Wunsch jedoch generell abgelehnt. Die Ablehnung erfolgte mit der Begründung, dass Glücksspieletablissements immer kriminelles Klientel anlocken würden und dies würde in dem Urlaubsort für Familien und Sportler nicht gebraucht werden, so Putin laut Angaben des Sprechers.

Offensichtlich hat sich die Meinung des Präsidenten nun jedoch geändert, denn nun soll zunächst geprüft werden, welche Ergebnisse die Errichtung von Glücksspieletablissements in Sotschi mit sich bringen würde. Durch die Winterspiele vor Ort würden viele Kosten entstehen, diese Kosten hingegen könnten durch das Glücksspielangebot und das erheben von Steuern für das Glücksspiel abgefangen werden. Es bleibt abzuwarten welche Entscheidung in diesem Fall getroffen und ob Sotschi in Zukunft als eine der Glücksspielzonen gelten wird.