Eine Fachfrau zu diesem Thema von der FDP sagte hierzu, dass man ein Sperrmodell in den Bundesländern einführen will, welche dies auch für Suchtkranke anbieten. In Kürze gibt es zu dem Antrag mit dem Titel "Glücksspielsucht bekämpfen" eine Anhörung im Bundestag.

Vorhaben des Wirtschaftsministers des Bundes von der FDP in Bezug auf Beschränkungen des Automatenspiels sieht man aber kritisch, denn der Staat würde mit dieser Handlung im Gegensatz zu der Glücksspielbranche schlecht dastehen.

Da Minderjährige oftmals einen freien Zugriff auf Automaten haben, möchte man dem Glücksspiel in Lokalen den Garaus machen.

Die Automaten dürfen nur dann dort bleiben, wenn der Zugriff von unter 18jährigen zum Großteil nicht möglich ist und auch die Lokalitäten vor Ort Teil eines Sperrmodells für Suchtkranke sind. Mit dem Bezug auf einen Bericht aus Fachkreisen rechnet die SPD mit einer halben Million Suchtkranken und rund einer Millionen Spielern mit Problemen in der Bundesrepublik.

Die Drogenbeauftragte der FDP machte vor einem Jahr Wirbel, als sie verlangte, jeden Automaten in Lokalen, Tankstellen und auch Flughäfen zu entfernen, was die beiden obengenannten Pläne nicht enthalten. Die SPD klagte die FDP dahingehend an, dass sie eine Karte für Spieler etablieren will, die nicht mit dem individuellen Spieler verbunden ist, diese will man von der Branche erarbeiten lassen und sie soll auch als Geldkarte fungieren, was eher gefährlich denn günstig ist.

Die SPD möchte ein Sperrsystem erarbeiten, dass mit einer Spielerkarte arbeitet, welche gesichert ist und die Identität des Nutzers enthält. Mit diesem System zur Identifikation werden die Daten von dem Gerät persönlich abgelesen und Suchtkranke, welche für sich eine Sperrung veranlasst haben und auch noch nicht Volljährige haben so einen Schutz. Aus Datenschutzgründen will man keine Datenbank unterhalten.

Zudem will man das Spiel um Geld verlangsamen. Die minimale Dauer des Spiels will man auf 20 Sekunden steigern und der stündliche Maximalverlust und per Gerät soll um die Hälfte auf 40 Euro gesenkt werden. Alles was bunt ist und glitzert, soll wegkommen, sprich die Funktionen, die die Sucht begünstigen, der Plan der FDP enthält ähnliche Ideen.

Offizielle Ziffern sprechen in der Bundesrepublik von mehr als einer Viertelmillion Spielsüchtigen und rund 300.000, die das Spiel zu oft nutzen, ohne jedoch einer Sucht anheimgefallen zu sein. Die Ziffer der Automaten in den entsprechenden Lokalitäten liegt bei rund 210.000.

Im Plan der FDP kann man lesen, dass im Falle einer zu strengen Kontrolle die Gefahr vorhanden ist, dass zum virtuellen Glücksspiel gewechselt wird.

Die Branche, die Betreiber und auch die Spieler sollen nicht durch unvernünftige Beschränkungen in eine Grauzone abgeschoben werden.