Genau aus diesem Grund wurde erst kürzlich eine umfassende Sperr-Aktion durchgeführt, bei der das Online-Glücksspiel durch Sperrungen aus dem Internet für Russland verbannt werden sollte. In einer Art Zensur ist es den russischen Bürgern nun nicht mehr möglich, einige der vor Ort angebotenen Webseiten zu besuchen. Die zuständige Behörde ist mit den Sperrungen nach Anbieter vorgegangen. Doch mit dieser Sperr-Aktion ist es das noch nicht gewesen, denn es sind weitere Aktionen geplant, die das online Glücksspiel langfristig aus Russland verbannen sollen.

Der Sperr-Wahn in Russland hat bereits im Februar seinen Anfang genommen. Anfänglich waren es nicht Glücksspielseiten, die von Seiten der Regierung gesperrt werden sollten, sondern vor allem Seiten die für die Bewohner des Landes in irgendeiner Weise eine Gefahr darstellen könnten. Zu diesen gesperrten Seiten zählten eben solche, die Gefahren wie Kinderpornografie, Suizid-Gruppierungen und den leichten Zugang zu Drogen vereinfachten. Wo anfänglich noch einzelne Seiten gesperrt wurden ist heute eine richtige Sperr-Wut in Russland ausgebrochen. Insgesamt wurden zum Beispiel bereits 75 Glücksspiel-Websites gesperrt.

Ein Gesetz zu diesem Zensurverfahren wurde bereits im November des letzten Jahres festgelegt. Somit sind die Sperr-Aktionen in Russland vollkommen legal. Es ist bereits auch ein Erfolg zu vermerken, so sehen es die Zuständigen. Gegner hingegen befürchten einen zu starken Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.

Drogenseiten zu sperren sei noch nachvollziehbar, so die Gegner, denn es sollte den Süchtigen erschwert werden, an Produkte zu gelangen, die die Sucht unterstützen. Dennoch sei die Sperrung so vieler Glücksspielseiten ein enormer Eingriff, vor allem weil die Betreiber unter den Sperrungen und somit eben unter den Verlusten zu leiden hätten und ganze Existenzen in Gefahr seien.