Nun ist die Entscheidung gefallen, dass man härter gegen die illegalen Glücksspielbuden vorgehen müsse und auch die legalen Etablissements in ihre Schranken gewiesen werden müssen, um so zu verhindern, dass weitere Einrichtungen dieser Art wie Pilze aus dem Boden schießen.

Das Rathaus scheint eine Einigung getroffen zu haben, nach dieser sollen für die Spielhallen nun Sperrzeiten eingeführt werden. Bereits im Januar 2013 wurde diese Regelung auch in anderen Städten eingeführt, Augsburg war in dieser Hinsicht der Vorreiter. Die Verlängerung der Sperrzeit sorgte bei den Automatenbetreibern vor Ort natürlich nicht für Jubelschreie.

Einige Betreiber gingen vor Gericht, doch Augsburg hatte sich bereits im Vorfeld abgesichert, denn mit Einführung der allgemein gültigen Sperrzeit, hatten die Kommunen die Möglichkeit bei Bedarf weitergehende Regelungen zu treffen. Dahingehend hatte sich die Stadt dann in Bezug auf die Einführung der verlängerten Sperrzeit entsprechend abgesichert.

Nachdem der Prozess von allen Seiten genau beobachtet wurde und die Stadt mit der verlängerten Sperrzeit Recht bekam, zogen nun auch andere Städte nach. In Nürnberg zum Beispiel wurde die Sperrzeit auf den Zeitraum zwischen 2 und 8 Uhr verlängert.

Auch wenn es in Fürth nicht die Möglichkeit gibt, die verlängerte Sperrzeit mit dem überdurchschnittlichen Zuwachs an Spielhallen zu begründen, so gibt es dennoch in der Stadt einfach bereits zu viele Etablissements dieser Art. In Fürth gibt es derzeit 45 Spielotheken und insgesamt eine beträchtliche Anzahl an Spielautomaten, die sich nach ersten Zählungen auf 492 Automaten beläuft. Mit diesen Zahlen ist die Anzahl der Spielhallen pro Quadratkilometer besonders hoch, denn die Zahl ist in Fürth fast so hoch wie in Bayerns Großstädten. Die neue Sperrzeitenverordnung in Fürth soll bereits diesen oder spätestens nächsten Monat in Kraft treten.