Bereits im nächsten Jahr soll die Gesellschaft den Betrieb der Spielbank unter alleiniger Verantwortung übernehmen. Die Gesellschaft wurde nicht mit der Zustimmung der Mehrheit ins Leben gerufen, aber durch die Schließung eines Kompromisses mit der CDU, konnte das Projekt, welches auf wackeligen Beinen stand, nun doch noch realisiert werden.

Bis zum nächsten Jahr muss nun ein Gesellschaftsvertrag ausgearbeitet werden. Die FDP befürchtet hier ein hohes Risiko und vermehrte Schwierigkeiten. Auch von Seiten des Oberbürgermeisters Michael Korwisi (Grüne) und des Bürgermeisters Karl Heinz Krug (SPD) wurden die Schwierigkeiten erwähnt, die in der Zukunft auf die Gesellschaft treffen werden. Aufgrund der Schwierigkeiten und der möglichen Hinzuziehung von Juristen und Wirtschaftsfachleuten wurde von den Bürgermeistern das ins Leben rufen eines Beirats zur Kontrolle, zur Stütze und zur überprüfung empfohlen.

Als grundsätzliche Gegner des Gesellschaftsvertrags wurden die Stimmen der FDP laut. Die übernahme der Spielbankkonzession durch die Tochtergesellschaft der Kur wird von Seiten der FDP kritisch beäugt. Vor allem die Gefahr eines großen finanziellen Risikos wird bei der FDP vorausgesehen und dieses finanzielle Risiko müssten dann die Steuerzahler tragen, was laut FDP nicht zumutbar sei.

Das Viererbündnis bestehend aus Grünen, SPD, BLB und NHU schloss einen Kompromiss mit der CDU, der vorsieht dem Kurdirektor Ralf Wolter einen Beirat an die Seite zu stellen, der für die Kontrolle der Geschäfte in der Zukunft zuständig sein soll. Von Seiten der Grünen kamen hier Argumente dagegen, weshalb den Änderungsvorschlägen der CDU in Form eines Kompromisses zugestimmt wurde.

Den Unstimmigkeiten nach sind die Fraktionsmitglieder enttäuscht und auch verärgert. Axel Dierolf (NHU), der einen Sitz im Beirat zum Verwaltungsrat anstrebte scheint nun auf den Posten des Kurdirektors selbst aus zu sein. Vor dem Parlament dementierte Dierolf diese Gerüchte jedoch und gab an, dass er weder Interesse an dem Posten des Kurdirektors noch an dem des Oberbürgermeisters habe.