So gerät die Gegend jedoch in Abhängigkeit vom Glücksspiel, denn nur durch die gut laufenden Geschäfte der Spielbank und die hohen Einnahmen können entsprechende Einnahmen generiert werden. Erfreulich ist es an dieser Stelle, dass im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Euro als Spielbankabgaben an Bad Wiessee flossen.

Mit diesem Ergebnis lag die Spielbank in 2013 um 550.000 höher als im vorherigen Jahr 2012. Erfreulich für die Spielbank und in diesem Fall auch für die Region, dennoch müssen die Verantwortlichen sich nun Gedanken darüber machen, welche alternativen Einnahmequellen zur Tilgung der Schulden genutzt werden können.

Aufwärtstrend der Spielbank

Der Aufwärtstrend der Spielbank liegt nach Angaben der Spielbank-Direktorin Antje Schura in zwei Faktoren begründet. Zum Einen sei es die Möglichkeit der Gäste, seit einiger Zeit vor Ort mit der Kreditkarte innerhalb des Casinos bezahlen zu können. Diese Möglichkeit gibt es erst seit kurzer Zeit, da der Bürgermeister Peter Höß erst einmal von der Option überzeugt werden musste.

Die Möglichkeit die Kreditkarte zu nutzen bietet den Spielern vor Ort nun eine enorme Flexibilität und auch Spieler, die gerne höhere Einsätze wagen, bekommen durch diese Option nun die Chance dazu. Ein zweiter Faktor, der nach Angaben der Spielbankdirektorin zum Aufwärtstrend der Spielbank beigetragen habe, sei der veränderte Glücksspielstaatsvertrag. Dieser habe das Werbeverbot aufgelockert, wodurch die Spielbank die Möglichkeit erhielt, die Werbetrommel zu rühren und mehr neue Kunden anzulocken.

Suche nach alternativen Einnahmequellen

Die positiven Einnahmen der Spielbank sind natürlich ein erfreulicher Faktor für die Region. Dennoch bringen die steigenden Einnahmen nicht viel, um die hohen Schulden von Bad Wiessee zu tilgen. Die Gelder der Spielbank sind zu großen Teilen in die Rücklagen geflossen, sodass immer noch ein Schuldenberg in Höhe von knapp 31 Millionen Euro auf die Tilgung wartet. Bisher konnten die Verantwortlichen noch keinen Plan erstellen, durch welche Einnahmequellen die Schuldentilgung langfristig vorgenommen werden kann.

Erhöhte Steuereinnahmen, wie zum Beispiel die Einnahmen aus der Hundesteuer, sind zwar jeweils besonders erfreulich, bisher reichen diese jedoch nicht aus, um die Schuldentilgung vorzunehmen. Alternative Einnahmequellen sind bisher nicht in Sicht, jedoch müssen die Verantwortlich sich zu diesem Thema nun ernsthafte Gedanken machen, um für die Zukunft ein funktionierendes Konzept vorzulegen.