Die Spielbanken in der Bundesrepublik stellten für die Bundesländer lange Zeit eine willkommene Geldquelle dar. Das erlaubte Glücksspiel brachte ihnen monatlich eine Menge Zaster ein, doch der Geldregen könnte bald versiegen.

Zahlreiche Spielstätten haben sehr zu kämpfen und manche haben große Probleme, so große, dass sie bald vom Steuerzahler ernährt werden müssen. Die Spielstätte in Bad Kötzing im Bundesland Bayern gehört dazu. In den letzten 12 Monaten standen die Spieler noch auf der Verliererseite der Spieleinrichtungen, während der Staat als Sieger da stand, doch nun hat auch die Regierung zu kämpfen, denn die Spielbanken sind nicht mehr gesund, das Glücksspiel will nicht so wie es soll und dem Land geht eine Menge Geld durch die Lappen.

Das ist auch der Grund, weswegen den Spielbanken in Bayern zum ersten Mal mit Steuerabgaben unter die Arme gegriffen werden soll. Im Bundesland Bayern sind neun Spielbanken ansässig, die Standorte Bad Steben und Bad Kötzing stehen besonders auf der Kippe, denn diese haben seit ihrer Inbetriebnahme noch keinen Gewinn eingefahren, dies kann keine Dauerlösung sein.

Vor zwei Jahren machte letztere Spielbank einen Umsatzeinbußenrekord von 3,6 Millionen Euro. Die Neustrukturierungen, die als Konsequenz in Angriff genommen wurden, waren nicht besonders effektiv, die Roulettetische verschwanden und 12 Angestellte mussten das Casino verlassen.

Die Umsatzeinbußen gingen infolgedessen zwar zurück, doch die roten Zahlen waren noch da. Eine Bewegung in der Sache ist bisher noch nicht erkennbar. Diese Bilanz birgt eine weitere Schwierigkeit, nämlich, dass die Alltagsausgaben in Bezug auf die Spielbanken recht hoch angesiedelt sind und gedeckt werden müssen.

Die Spielbanken beschweren sich bereits schon sehr lange über ihre aktuelle Notsituation. Die Spielstätten der Privatbetreiber haben bis auf eine Stunde Pause offen und stellen ein schier nicht zu ?berwindendes Hindernis für die Spielbanken dar. Es kommen keine Raucher mehr, denn wem die Öffnungszeiten dieser Spielorte nicht genehm sind, der wählt eine der vielen Spielhallen, die es wie Sand am Meer gibt.

Gäste müssen keine zeitintensiven Wege auf sich nehmen, denn diese Spielstätten sind an jede Ecke zu finden und mit der Kleiderordnung nimmt man es auch nicht so genau. Hier kann man, nicht wie üblich erst mit 21 Jahren loslegen, sondern schon mit Beginn der Volljährigkeit.

Es gibt zahlreiche Vorzüge der Spielhallen seitens der Spieler. Wie man die finanzielle Misere der Spielbanken in Bayern angehen will, steht noch nicht fest. Es könnte sein, dass der neu kommende Glücksspielvertrag hier einen Silberstreif am Horizont für die Spielbanken darstellt.