In Niedernhausen beispielsweise erbaute die Stadt ein Musical-Theater und investierte unglaublich viel Geld in dieses Projekt. Leider wenig erfolgreich, wie sich später herausstellte, da die Aufführung nicht genug Besucher anlockte und nun aufgrund von vielen Schulden geschlossen werden musste. In dieser Art verliefen solche Projekte leider in vielen Städten. Was daraus resultierte waren hohe Schulden und Arbeitslosigkeit.

Von Problemen dieser Art waren andere Städte auch betroffen und nicht nur das. Auch zu Zeiten der DDR gab es ein ähnliches Phänomen, welches in Verbindung mit den damals besonders beliebten Spaßbädern auftrat. Durch solch große Einrichtungen, die in ländlichen Gegenden mit wenigen Einwohnern und Touristen errichtet werden, gab es quasi vor Ort ein überangebot für zu wenig Nachfrage. Dies wurde im Laufe der Zeit zum Problem, sodass viele Einrichtungen dieser Art schon zum Teil nach kurzer Zeit wieder schließen mussten und Schuldenberge zurückließen.

Auch in dieser Zeit gibt es eben in solchen Kommunen, bei denen die Staatskassen rote Zahlen schreiben, erneut einen Trend dieser Art. Diesmal sind es Spielbanken, die errichtet werden sollen. Die Städte und Kommunen erhoffen sich durch den Bau von Spielbanken das große Geld in den Staatskassen.

Einige Städte haben bereits Interesse daran bekundet, eine Spielbank für die eigene Stadt zu bauen. Allerdings ist dies nicht so einfach möglich, wie bei einem Schwimmbad oder einem Theater, denn hier bedarf es vorab einer Lizenz für den Betrieb einer Spielbank in der jeweiligen Stadt.