Es ist nicht verwunderlich, wenn manche Menschen sich die Frage stellen, wieso es der Staat ist, der Spielbanken betreibt, wo doch das Glücksspiel, also auch Online Casinos, eigentlich so negativ behaftet ist? Ist es, um Profit aus dem Glücksspiel und damit auch aus der Spielsucht zu schlagen? Oder ist es, um das Glücksspielangebot besser kontrollieren zu können? Kurzum: Ist es falsch oder ist es richtig?

Diese Fragen werden schon lange gestellt, wenn es um den staatlichen Betrieb von Glücksspiel geht, wie z.B. bei Spielbanken und Lotto. Offensichtlich ist die Frage aktuell (2016) wieder aufgekommen. Der Geschäftsführer der Francois-Blanc-Spielbank GmbH Bad Homburg v.d. Höhe und Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes deutscher Spielbanken (BupriS), Lutz Schenkel, hat hierzu schriftlich Stellung bezogen. Der Anstoß, diese Fragen neu zu diskutieren, kam von der FDP-Fraktion im NRW-Landtag, die einen entsprechenden Antrag gestellt hatte.

Die wichtigsten Punkte in der Stellungnahme von Lutz Schenkel sind:

– Die Frage, ob der Betrieb von Spielbanken oder das Veranstalten von Lotterien staatliche Aufgaben sind, ist so alt wie das Glücksspiel.
– Egal, ob privat oder staatlich: Beide Strukturen gewährleisten eine rechtlich einwandfreie und wirtschaftlich verantwortungsvolle Struktur.
– Der Rückgang der Bruttospielerträge ist ein Branchenphänomen und betrifft sowohl staatliche als auch private Betreiber.
– Der Verkauf von Kunstwerken (siehe Warhol Werke WestSpiel) sei die Veräußerung von Anlagevermögen und damit rechtmäßig, wenn Betriebe dadurch schlechte Zeiten ausgleichen.
– Die WestSpiel-Gruppe habe zu keinem Zeitpunkt durch die negativen Medienberichte an Ansehen verloren. 
– Arbeitsrechtliche Konflikte mit Mitarbeitern und Betriebsräten seien nicht immer vermeidbar, egal ob staatliche oder private Betreiber zuständig sind.
– Staatliche und private Trägerschaften seien in den Bundesländern gleichberechtigt anzutreffen.
– Eine glaubwürdige Glücksspielregulierung sollte faktenbasiert am Verbraucherschutz ansetzen.

Zusammenfassend macht Schenkel in seinen Ausführungen deutlich, dass die Unterscheidung zwischen privaten und staatlichen Spielbanken überholt ist. Es sei nicht ausschlaggebend, ob die Trägerschaft privat oder staatlich ist, wenn es um Verlässlichkeit, Verantwortungsbewusstsein sowie Erfolg oder Misserfolg einer Spielbank gehe. Seiner Aussage nach haben entsprechende Strukturen, egal ob staatlich oder privat, keinen Einfluss auf die rechtlich einwandfreie und wirtschaftlich verantwortungsvolle Führung der jeweiligen Häuser. Wichtig sei es, weniger am Betreibermodell anzusetzen, sondern vor allem den Verbraucherschutz und auch den Jugendschutz in Verbindung mit dem Glücksspiel zu bedenken und umzusetzen.

Die vollständige Stellungnahme findet Ihr hier >>
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