Die Spielbank Hamburg kann sich mit ihren fünf Casinos über Steuergeschenke in Millionenhöhe freuen. Der für die Spielbanken verantwortliche Innensenator Christoph Ahlhaus (CDU) plant nach Informationen der MOPO die Casinos stark zu entlasten. öffentliche Spielbanken mussten bisher 90 Prozent ihres Bruttospielertrags versteuern, 90 Prozent, die der Stadt zu gute kommen. Da die Casinobranche nicht mehr so gut läuft, soll die Spielbankabgabe auf 50 Prozent sinken. Ahlhaus will heute im Senat darüber abstimmen lassen und demnächst soll sich die Bürgerschaft mit diesem Thema befassen.

Vor allem für Hamburgs Finanzpolitiker wären die Folgen gravierend, denn eine Senkung der Steuer würde nach Berechnungen des Senats gut 15 Millionen Euro weniger für Hamburg bedeuten. Bei den Casinos blieben also 30 Millionen Euro mehr als bisher – bis 2010 also 6 Millionen Euro mehr pro Casino. 40 Millionen Euro pro Jahr erhält die Stadt bisher aus der Spielbankenabgabe, das wären künftig nur noch 25 Millionen Euro.

Es ist sehr verwunderlich, denn intern wird der Steuernachlass mit den mageren Geschäften der Casinos begründet, offenbar nehmen diese aber noch genug ein, um Millionenbeträge an die Stadt zu überweisen. Die Spielbank Hamburg spürt mit ihren etwa 330 Mitarbeitern tatsächlich die Krise, der Umsatz ist teilweise bis auf 20 Prozent gesunken.

In der Innenbehörde wollte man die Vorgänge gestern noch nicht kommentieren, man warte auch die Entscheidung des Senats.