Doch auch hier haben die Spieler die Rechnung ohne den Staat gemacht, denn was die Spielbanken nicht an Gelder einnehmen, müssen die Verantwortlichen anders erwirtschaften. Neben der Möglichkeit, Kunstschätze zu versteigern, wie es erst kürzlich durch die Westspiel GmbH getan wurde, nutzt der Staat jede Chance Gelder einzutreiben. Hier gibt es auch Methoden, wie die Staatskassen durch die Spieler selber gefüllt werden können.

Mit dem Verkauf der Andy Warhol Bilder sorgte Westspiel für einen lauten Protestschrei von Seiten unterschiedlicher Personen. Die Bilder brachten dem Glücksspielunternehmen eine Summe in Höhe von 150 Millionen Dollar ein. Mit diesem Geld sollen Etatlöcher des Staates gestopft werden und zugleich soll das Geld in den Bau des neuen Casinos in Köln fließen. Mit Kunst soll also tatsächlich der Spieltrieb der Menschen gefördert werden, um so den Staatsverdienst gewährleisten zu können?

Und somit beantwortet sich die Frage: Die Spielsucht der Menschen wird, auch wenn vom Staat immer anders publiziert, letztendlich ausgenutzt, damit die Kassen klingeln. Zwar ist gerade in Bezug auf die Spielbanken der Spielerschutz und Jugendschutz immer in aller Munde, doch dies scheint Fake zu sein, in Anbetracht dessen, dass weitere Casinos gebaut werden sollen, um mit dem Spieltrieb der Menschen Geld zu verdienen.

Wiederspruch bei der Glücksspielbekämpfung?

Während ein Kunstverkauf für den Bau eines neuen Casinos dem Staat Recht zu sein scheint, kämpft dieser gleichzeitig gegen das private Glücksspielangebot. Vor allem Online Glücksspiele werden von privaten Anbietern präsentiert, die meist außerhalb Deutschlands über Lizenzen verfügen und daher in Deutschland keine Steuern zahlen. Natürlich ist dies dem Staat ein Dorn im Auge, denn so gibt es zwar Spieler und Spielsüchtige, aber in diesem Fall kann der Staat davon nicht profitieren. Genau aus diesem Grund werden Spielhallen und Online Glücksspiel in Deutschland immer stärker bekämpft, ob jedoch der Grund dafür der Richtige ist, danach fragt offensichtlich keiner.