Hierzu wird von Seiten der Partito Democratico (PD) eine Volksabstimmung vorgeschlagen. Bei dieser sollen die Bürger darüber entscheiden, ob sie für oder gegen die Eröffnung eines Casinos sind. Das Ergebnis soll maßgebend dafür sein, welche Entscheidungen letztlich getroffen werden.

Um die Bürger bei dieser Entscheidung mit einzubeziehen, ist die Regierung entweder in der Lage eine befragende Volksabstimmung vorzunehmen oder alternativ könnten im Gemeindestatut vorgesehene Instrumente der Bürgerbeteiligung eingesetzt werden. Die PD hat jedoch bereits entschieden, dass man eine Volksabstimmung vornehmen sollte, um so die Bürger an der Entscheidung für oder gegen das Spielcasino zu beteiligen.

Der PD hält eigenen Aussagen zu Folge die Bürgerbeteiligung gerade in dieser Sache für besonders wichtig. Während ein Spielcasino natürlich einen großen Unterhaltungsfaktor bieten kann, so bringt es dennoch in vielen Regionen Schattenseiten mit sich. Oftmals ist in der Umgebung eines Casinos vermehrte Kriminalität wie Geldwäsche und Betrügereien festzustellen, ebenso wie die große Gefahr der Spielsucht.

Während die Volkspartei in der Vergangenheit sehr bemüht darum war, die Spielsucht einzudämmen und Gesetze zu entwerfen, die die Jugend und die Spieler schützen sollten, so ist die erste Amtshandlung der beiden neugewählten SVP-Senatoren Karl Zeller und Hans Berger ein Gesetzesentwurf zu einem neuen Spielcasino in Meran. Man halte dieses Verhalten für schizophren und könne nicht glauben, dass dies der erste Schritt im neuen Amt sei.