Das hart umstrittene Glücksspielthema in Verbindung mit dem Jugendschutz, wird derzeit von Parteimitgliedern der FDP diskutiert. Die drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans fordert die Abschaffung der Spielautomaten an allen öffentlich zugänglichen Bereichen.

So sollen alle Automaten in Bars, Cafes, an Tankstellen und in Einkaufszentren abgebaut werden und es soll künftig ihrer Meinung nach ein Aufstellverbot eingeführt werden. Darüber hinaus fordert sie schärfere Kontrollen in den Spiel- und Automatencasinos, um einen optimalen Jugendschutz im Land zu gewährleisten.

Der Gesundheitsminister und Dyckmans Parteikollege Philip Rösler schlägt eine andere Maßnahme zur Verbesserung des Jugendschutzes vor: die Einführung der sogenannten Spielerkarte. Die Spielerkarte soll in Form einer Chipkarte angeboten werden, die mit Geld aufgeladen werden und mit welcher man dann an den Spielautomaten sein Glück probieren kann. An die Spielerkarte gelangt man an den jeweiligen öffentlichen Plätzen an einem Verkaufsstand oder Schalter.

In einer Bar zum Beispiel wird der Gastwirt für die Ausgabe der Spielerkarten zuständig sein. So könne das Alter einfach Kontrolliert werden und zudem könne ein Spieler jeweils nur an einem Automaten spielen und nicht an mehreren gleichzeitig. Die Kontrolle würde also im Allgemeinen dadurch verbessert, so Rösler.

Durch die Spielerkarten soll den Jugendlichen der Zugang zu den Automaten erschwert werden. Dadurch würde die Suchtgefahr bei Jugendlichen weiter verringert werden, was am Ende im Interesse aller sein dürfte. Nach Verkündung der jeweiligen Ideen trifft besonders die Idee von dem Gesundheitsminister auf Zustimmung von allen Seiten. Auch die Betreiber der Spielhallen scheinen sich mit der Ausgabe von den Spielerkarten einverstanden zu erklären.

Dabei wird deutlich dass alle an einem Strang ziehen sollten. In einem Punkt scheinen sich alle einig zu sein: der Jugendschutz muss gewährleistet werden und die Kontrollen, die die Suchtgefahr im Allgemeinen verringern sollen, werden daher von allen Seiten mit Zustimmung angenommen.