Die Spielsucht kann für viele Personen eine große Gefahr darstellen. Prävention, Information und Aufklärung sollen dabei helfen die Spieler aufzuklären und so vor der Sucht zu schützen. Einige ausgelegte Flyer kommen jedoch nicht bei jedem Spieler an, vor allem dann nicht, wenn Snacks, Getränke, netter Service und ein Geldautomat direkt vor der Spielhalle geboten werden.

Suchtberater und Gesetzgeber sehen im Zusammenhang mit dem Spielhallen vor einem großen Problem. Zwar konnte die Flut der Etablissements eingedämmt werden, dennoch sind die Betreiber so kreativ, dass viele Spieler wieder und wieder in die Falle locken. Auch wenn die Spielhallenbetreiber beteuern, den Spielerschutz ernst zu nehmen, Spieler zu unterstützen und dem Gesetzgeber Sozialkonzepte vorlegen, so scheint dies wenig wirkungsvoll, wenn dann im tatsächlichen Fall von problematischem Spielverhalten nicht eingegriffen wird. Spielhallenbetreiber und kleine Gaststätten mit Spielautomaten verdienen ihr Geld mit dem Glücksspiel und somit auch mit der Spielsucht.

Neuster Trend: Sportwetten

Während die Spielhallen sich bei den Spielern noch immer großer Beliebtheit erfreuen, sehen Suchtexperten Gaststätten mit Spielautomaten viel problematischer an, denn hier gibt es zwar weniger Geldspielgeräte, aber im Gegensatz zu den Spielhallen wird in Gaststätten Alkohol ausgeschenkt. Während die Anzahl der Spielhallen sich eingependelt hat, steigt das Angebot an Sportwetten drastisch.

Hierbei ist die Rede von Wettterminals, die nicht nur in Spielhallen zu finden sind, sondern auch in kleinen Läden, Gaststätten, Solarien oder weiteren Geschäften. Es werden offensichtlich täglich mehr dieser Geräte und somit steigt auch die Nachfrage der Kunden. Suchtexperten sprechen bereits davon, dass die steigende Anzahl des Sportwettenangebots immer schwerer zu kontrollieren sei und somit auch eine große Gefahr für die Spieler darstelle.