Die Spielhallen aus dem Privatbereich werden oftmals als Grund für die Spielsucht und finanzielle Ruine angehen, dafür sollen auch die Automaten verantwortlich sein.

Vor Kurzem setzte sich der bayrische Landtag damit auseinander, ob das Bundesland im Alleingang etwas gegen diese Einrichtungen unternehmen soll. Die Opposition sieht hier eine Menge Handlungsbedarf und so reichten die SPD und die Grünen zwei sich ähnelnde Gesetzesvorlagen ein, welche der Niederlassung der Spielhallen entgegentreten sollen.

Man möchte Mindestentfernungen zwischen zwei solcher Einrichtungen einführen, um einer Ballung vorzubeugen. Zudem will man strengere Vorgaben bei der Schulung, der Reklame und auch den Zeiträumen der Sperrung verlangen. Die beiden Parteien rechtfertigen dies mit der schnellen Etablierung dieser Spielstätten gerade in der Landeshauptstadt und anderen Metropolen Deutschlands.

Im vergangenen Jahr kamen in München auf ein Spielgerät etwa 680 Menschen, vor 13 Jahren lag diese Ziffer noch bei etwas mehr als 3.000. In ganz Bayern konnte man zwischen den Jahren 2000 und 2008 eine Steigerung von 64 Prozent beobachten, nun sind es mehr als 1.300. Im Bundesland weisen etwa 100.000 Menschen ein schwieriges Verhalten in Bezug auf das Spiel auf.

Die Fraktionen, die regieren, waren mit den Sorgen der Opposition einverstanden, doch sie zogen andere Schlüsse. Die Regierung des Bundes will individuelle Aktionen auf die Beine stellen, dies will man noch abwarten, so ein Abgeordneter der CSU. Auch ein Mitglied der FDP forderte von der Gesetzgebung von Bayern, noch ein wenig zu warten, aber nicht zu lange, nicht länger als ein halbes Jahr, dann muss das Bundesland sehen, was es tun kann.

In Sachen Zielsteckung hat man schon einige Dinge erreicht, so ein Mitglied der freien Wähler. Doch die Wartezeit steht hier besonders im Mittelpunkt. Die Städte im Bundesland haben keine Geduld mehr, sie fordern die schnelle Etablierung des kommenden Glücksspielvertrags der restlichen Bundesländer, hier war Bayern bei der Ausarbeitung maßgeblich involviert.

Dieser Vertrag sieht auch eine Schließung der Spielhallen für ein Minimum von 180 Minuten vor. Im Bundesland selbst zählt diese nur eine Stunde in den Morgenstunden und zwar zum Putzen. Die zu kulante Handhabung lässt zum Teil auf das schnelle Wachstum dieser Einrichtungen schließen und zwar im Bundesland.

Eine Schließung von sechs Stunden ist hier mehr angebracht, so ein Abgeordneter. Die Städte wollen zudem dass die Zahl der Automaten, die in den Hallen stehen, verringert wird. Ein Mindestabstand zwischen den Hallen, eine Abgabe für die Einrichtungen je Kommune hätten schon längst durchgesetzt werden müssen.

Im Zuge dieser Steuer hätten die Gemeinden die Möglichkeit, die Einnahmen für die Betreiber dieser Orte so zu verringern, dass es dann weniger Standorte gibt. In Augsburg beispielsweise gibt man den Hinweis auf die positiven Erfahrungen der Kommunensteuer für Spielhallen in Düsseldorf.

Mit den zweihunderttausend Euro jährlich bezahlt die Stadt an der Düssel alle Vorgehensweise der kriminellen Vorbeugung.