Wenig Einsatz und viel Gewinn, das ist die Devise. Mit dieser Einstellung lockt die Automatenindustrie viele Spieler an die einarmigen Banditen. Doch hier winken gleichzeitig auch große Gefahren. Denn nicht immer verspricht ein Spiel an einem Spielautomaten einen großen Gewinn, ganz im Gegenteil, auf Dauer werden meist große Verluste eigefahren. Experten warnen davor, sich zu sehr mit dem Thema Spielautomaten zu befassen, denn von diesen gehe die größte Gefahr für die Spieler aus.

Spielsucht durch Spielautomaten

In Deutschland gibt es zahlreiche spielsüchtige in Menschen. Es gibt Spieler, die vorher ein gutes Leben hatten und dieses dann am Ende verzockt haben. Ein Spieler hatte einen guten Job, eine Familie, Freunde und ein gut situiertes Leben. Nach acht Jahren beim Zocken an den Spielautomaten hatte der Spieler alles verloren. Der Spieler begann seine Spielsuchtkarriere mit einem Gewinn, doch Experten warnen, dass ein Gewinn langfristig zum Verlust führen wird. Genau dies ist bei dem Spieler eingetreten. Nach dem ersten großen Gewinn überkam den Spieler ein großes Glücksgefühl und ein Adrenalinschub.

Von dem ersten großen Gewinn erfüllte sich der Spieler ein paar Wünsche und die Automaten begannen eine große Anziehungskraft auf den Spieler auszuüben. In den ersten zwei Jahren realisierte der Spieler nicht, dass sein Verhalten gefährlich wird.

Erst als er eigene Ersparnisse einsetzen musste, um weiter spielen zu können, merkte der Spieler, dass irgendetwas nicht stimmte. Als die ersten finanziellen Probleme auftauchten, wurde dem Spieler bewusst, in welcher misslichen Lage er sich befand. Familie und Freunde wussten unterdessen nichts von der heimlichen Spielsucht des jungen Mannes. Trotzdem der Spieler sich den Problemen bewusst war, spielte der Süchtige weiter. Darauf zu verzichten war keine Option, denn es entwickelte sich die Sucht nach dem Glücksgefühl. Die Befriedigung erlebte der Spieler ausschließlich an den Spielautomaten.

Die Einsätze werden höher, der Druck wird größer und der Spieler ist hierbei alleine. Hier kommen die Spielhallenbetreiber in Spiel, denn diese sorgen dafür, dass die Spieler sich trotz hoher Verluste und Geldproblemen zum Glücksspiel hingezogen fühlen. Die Betreiber verdienen mit dem Glücksspielangebot ihr Geld. Die Spieler werden in den Spielhallen umsorgt, denn Betreiber stellen kostenlose Getränke und Snacks zur Verfügung.

Rund 200.000 Spieler in Deutschland sind spielsüchtig, die Automatenindustrie schlägt daraus ihren größten Gewinn. Natürlich werden immer mehr Regulierungen für die Spielhallen eingeführt, wie beispielsweise Mindestabstände und öffnungszeiten, doch bisher finden die Betreiber immer wieder Wege, um das Angebot dennoch für die Spieler attraktiv zu gestalten. Heute werden keine Geldmünzen mehr in die Automaten eingeworfen, die Spieler spielen nach Punkten und dennoch ist auch diese Variante für die Spielhallenbetreiber profitabel.

Therapie als einziger Ausweg

Die Glücksspielsucht wird bereits von verschiedenen Experten vielfältig erforscht. Was passiert im Kopf eines Spielers, wie werden die Glücksgefühle ausgelöst, was treibt die Spieler dazu an, immer weiter zu spielen? Beratungsstellen sind für Spieler eine wichtige Anlaufstelle. Hier sollen die Spieler wieder zu sich selbst finden, sich mit sich selbst beschäftigen und die Freude am Leben wiederfinden. In vielen Fällen reicht nicht nur eine Therapie aus, sondern Spieler werden rückfällig und müssen sich mehrfach in Therapie begeben. Es ist sehr wichtig, sich helfen zu lassen, vor allem auch, wenn man bereits finanzielle Schäden aufgrund der Spielsucht auf sich genommen hat. Hierzu gibt es zahlreiche Beratungsstellen, sowohl im Bereich der Spielsucht, als auch in Hinblick auf rechtliche Beratung.

(Quelle: WDR)