Auch in Südtirol sorgen Spielhallengesetze für Unmut, vor allem bei den Spielhallenbetreibern. Hier werden die Schließungen der Etablissements nicht mehr nur noch angedroht, sondern die ersten Schließungen wurden bereits durchgesetzt. In den letzten Tagen wurden mehrere Spielhallen in Südtirol geschlossen, unter anderem auch in Bozen. Die Schließungen der Etablissements sind eine Folge des Landesgesetzes gegen das Glücksspiel, welches nun gültig ist.

Kampfansage der Spielhallenbetreiber

Auch wenn die Situation im Vorfeld bereits angekündigt wurde, so gibt es durch die Schließungen nun allen Grund, sich über die aktuelle Situation aufzuregen, vor allem für die Spielhallenbetreiber. Wie im Vorfeld bereits angekündigt wollen diese die Änderungen durch die Gesetzgebung nicht kampflos hinnehmen. Daher wurde nun ein Rekurs vor dem Staatsrat in Rom angekündigt. Die Spielhallenbetreiber wollen vor den Staatsrat ziehen und versuchen, die Schließungen zu verhindern beziehungsweise rückgängig zu machen. Auch wenn der Kampf gegen das Glücksspiel für die Betreiber nicht überraschend sein sollte, da die Gültigkeit des Gesetzes bereits im Vorfeld absehbar war, so wollen diese erst jetzt anfangen, gegen diese Änderungen vorzugehen.

Verteidigung der Schließungen

Während auf der einen Seite also Unmut herrscht und Pläne erstellt werden, als Betreiber gegen die Schließungen vorzugehen, hat sich auf der anderen Seite Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi für die Schließungen ausgesprochen. Er gibt an, dass die Pläne schon lange bekannt gewesen seien und die Betreiber bereits im Vorfeld die Möglichkeit gehabt hätten, sich auf die Gesetzesänderung und die Folgen daraus einzustellen.

Die Spielhallenbetreiber hätten sich bereits vor geraumer Zeit umsehen und für andere Standorte bewerben können, um so entsprechende Schließungen besser verkraften zu können. Da die Schließungen nicht überraschend umgesetzt wurden macht der Bürgermeister deutlich, dass die Betreiber genug Zeit gehabt hätten und eine Situation, wie sie jetzt angekündigt wird, nicht hätte entstehen müssen.