Spielhallenschließungen sind aktuell deutschlandweit ein Thema. Gesetzgebungen sollen die Anzahl an Spielhallen in den Städten verringern. Hintergrund hierfür ist die Suchtprävention. Mit der Verringerung von staatlich konzessionierten Spielhallen durch Mindestabstandsregelungen soll die Suchtprävention verstärkt werden. Doch welchen Effekt haben die Schließungen tatsächlich?

Meinungen zu den Schließungen von Spielhallen gibt es viele. Da ist auf der einen Seite der Gesetzgeber, der mit Hilfe von Spielhallengesetzen die Anzahl an Spielhallen maßgeblich nach unten schrauben möchte, um damit Stadtbilder zu verschönern und gleichzeitig die Spieler vor der Sucht zu schützen. Doch bei den Suchtforschern und bei der Bevölkerung kommen bereits Zweifel auf, dass das Ziel auf diesem Weg erreicht werden kann. Befürchtungen gehen vor allem in folgende Richtungen:

  • Verschärfung des problematischen Spielverhaltens
  • Schaffung von Raum für illegale Glücksspielanbieter
  • Verlagerung der Spielsucht ins Internet und andere illegale Bereiche
  • Verlust von Kontrollmöglichkeiten

Es gibt immer einen Weg zum Spielen

Offensichtlich soll der Markt staatlich konzessionierter Spielhallen durch die Gesetzgebung nahezu halbiert werden. Diese Maßnahmen werden von der Bevölkerung bereits als übertrieben angesehen und vor allem wird hier an einem positiven Effekt gezweifelt. Umfragen zu Folge gehen die Bürger davon aus, dass Spieler immer einen Weg finden, um Glücksspielen nachzugehen. Hierbei ist vor allem die Gefahr groß, dass mit der Verminderung von legalen Angeboten mehr Spieler den illegalen Glücksspielangeboten verfallen. Hierbei geht nicht nur den Spielern selber sondern auch den Gesetzgebern zusätzlich die Kontrolle verloren. Doch wie könnten Spieler hier geschützt werden?

Mehr Kontrolle und Hilfsangebote statt Verbote

Ein Verbot zeigt nicht immer die erhoffte Wirkung, hiervon ist auch im Zusammenhang mit der Gesetzgebung für Spielhallen auszugehen. Wenn es in Zukunft weniger Spielhallen geben wird, werden Spieler auf illegale Angebote ausweichen. Verhindert werden könnte dies laut der Bevölkerung, indem weniger das Angebot eingeschränkt wird, sondern mehr Kontrollen bei dem legalen Angebot eingeführt werden. Zudem werden den bereits bestehenden Schutzmaßnahmen und Hilfsangeboten in Spielhallen positive Wirkungen zugesprochen. Die Spielerschutz-Maßnahmen in den Spielhallen müssten überall in Deutschland effektiv angewendet werden, sodass die Spieler sich beim Spielen sicher fühlen können und ausreichend Informationen zur Verfügung gestellt bekommen, wo sie sich im Falle problematischen Spielverhaltens hinwenden können. Viele Spieler sind nach Auswertung verschiedener Umfragen bereits sehr zufrieden mit den Schutzmaßnahmen, die in den besuchten Spielhallen angeboten werden.