Den Behörden sind diese vielen Casinos in den "Problembezirken" ein Dorn im Auge und dies schon seit längerem. Vor allem Spieler aus sozial schwachen Umfeldern verfallen der Spielsucht, dies belegten bereits Studien. Zusätzlich sind der Großteil der Spieler meist junge Männer mit Migrationshintergrund, die an den Spielautomaten auf das große Glück hoffen. In Neukölln und Kreuzberg werden diesen Spielern hier genügend Möglichkeiten geboten.

Erst vor einigen Wochen wurde darüber berichtet, dass die Behörden in Berlin einige Kontrollen in den Spielstätten durchgeführt hatten. Hierbei wurden 36 Straftaten und 101 Ordnungswidrigkeiten in dem Bezirk Neukölln aufgedeckt. Eine sehr schlechte Bilanz für die Betreiber der Spielstätten. Nun ist zwar einige Zeit vergangen, aber neuste Kontrollen zeigen auf, dass sich an der Situation weitestgehend nichts verändert hat. Bei der überprüfung von 85 Personen sowie 117 Spiel- und Wettautomaten in den Bezirken Neukölln und Kreuzberg, mussten die Beamten von Polizei, Finanzaufsicht und Ordnungsbehörden zehn Straftaten wegen illegalen Glücksspiels und 95 Zuwiderhandlungen gegen das Berliner Spielhallengesetz feststellen.

Bei den Kontrollen wurden einige Spielautomaten, ohne Konzession, abgebaut und Bargelder wurden in den entsprechenden Spielstätten beschlagnahmt. Einigen Betreibern drohen jetzt Anzeigen. Das Berliner Spielhallengesetzt wurde offensichtlich in den Bezirken Neukölln und Kreuzberg weitestgehend missachtet. Erschreckend ist hier die Bilanz, denn nur etwa 10 Prozent der kontrollierten Etablissements konnten überzeugen und hielten die gesetzlichen Bestimmungen ein, in allen anderen Spielstätten wurde jeweils etwas zur Beanstandung gefunden.