Bei vielen spielsüchtigen Frauen sind in der Vergangenheit traumatische Erlebnisse passiert, wie körperliche Gewalt, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung in der Kindheit, bei spielsüchtigen Männern kommt dies Statistiken zu Folge weit seltener vor. Diese Fakten wurden erst kürzlich an der deutschen Universität Hohenheim am 31. März auf einer Tagung zu geschlechtsspezifischen Unterschieden der Spielsucht vorgetragen.

Im Vergleich der Geschlechter werden Männer etwa 10 Jahre früher als Frauen spielsüchtig. Der Höhepunkt der Spielsucht liegt bei Männern in einem Alter zwischen 30 und 39 Jahren. Auch wenn die Spielsucht bei Frauen generell später erst eintritt, so nimmt diese dafür einen sehr raschen Verlauf. Dies bedeutet, dass die Frauen kurze Zeit nach Suchtbeginn bereits mit den Folgen der Spielsucht zu kämpfen haben, wie Beispielsweise finanziellen Schulen und Nachlassen der sozialen Kontakte.

Auch in Bezug auf die Spieler selbst sind laut der Studie geschlechterspezifische Unterschiede festzustellen. Männer bevorzugen Geschicklichkeitsspiele, sind jedoch auch begeisterte Sportwettfans, während Frauen selten in Wettbüros zu finden sind. Das Spielverhalten der Frauen bezieht sich vorrangig auf Fernsehlotterien, an denen Frauen gerne teilnehmen. Im vergangenen Jahr lag der prozentuale Unterschied bei der Teilnahme an Glücksspiel bei 11,2 Prozent. Es haben im vergangenen Jahr insgesamt 44,7 Prozent der Männer an Glücksspielen teilgenommen, währen bei den Frauen nur etwa 33,5 Prozent sich beim Spiel vergnügten.