Was anfangs jedoch Spaß ist, kann sich ganz schnell zur rasant anwachsenden Spielsucht entwickeln. Mit der Spielsucht einhergehend führt das Verhalten der Betroffenen oft zu sozialer Abschottung, die Spieler machen mehr und mehr Schulden und das fehlende Geld kann nicht selten sogar zu kriminellen Handlungen führen. Dies zeigt der aktuelle Fall einer Frau, die die Firma, in der sie angestellt war, um eine Summe in Höhe von 300.000 Euro betrog.

Die Spielsucht wurde der 29-jährigen Frau zum Verhängnis. Die Spielsüchtige war Angestellte in einer Firma aus Holzmaden (Kreis Esslingen). Hier war die junge Frau als Buchhalterin tätig. Laut Angaben der Behörden habe die Frau die eigene Firma um 300.000 Euro betrogen, um mit diesem Geld die eigene Spielsucht finanzieren zu können. Dieser Fall war in der Laufbahn der Spielsüchtigen jedoch nicht das erste Vergehen, denn die Polizei kannte die Dame bereits. Erst einige Monate zuvor, wurde die Spielsüchtige vor Gericht zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Hier lag ein ähnlicher Tatbestand vor.

Im aktuellen Fall wird gegen die 29-jährige ermittelt. Die Ermittlungen gehen in Richtung Untreue. Die junge Frau sitzt derweil in Untersuchungshaft. Als Buchhalterin soll die Vorgehensweise der Angestellten ganz einfach gewesen sein. Die Vorwürfe sind eindeutig, die junge Frau habe die Firma um eine Summe in Höhe von 300.000 Euro betrogen. Hierzu soll die Spielerin Rechnungsbeträge an eine fiktive Firma überwiesen haben. Durch diese falschen Transfers konnte sich die Frau über 10 Monate lang die eigene Spielsucht finanzieren. Die Gelder wurden in regelmäßigen Abständen auf das eigene Konto und das einer Angehörigen überwiesen, so zeigen es die bisherigen Ermittlungen der Polizei auf.

Aufgedeckt wurde die Tat durch Bankangestellt, die große Geldtransfers auf das Konto der Spielerin bemerkten. Hier wurde der Verdacht auf Geldwäsche gestellt, was dazu führte, dass der Fall näher untersucht wurde. Die Betrügerin zeigte sich kooperativ und gestand, die Gelder aus dem eigenen Unternehmen veruntreut zu haben, um so die eigene Spielsucht finanzieren zu können. Der Fall wird in naher Zukunft vor Gericht gehen und es ist zu erwarten, dass es dieses Mal nicht bei einer Bewährungsstrafe bleibt.