Umso erstaunlicher ist ein aktueller Fall, bei dem ein buddhistischer Mönch mehr als 200.000 Dollar für das Glücksspiel ausgegeben haben soll. Der 38-jährige Vietnamese aus Louisiana hatte zwischen den Jahren 2010 und 2014 den Vorsitz einer buddhistischen Einrichtung inne und soll diesen ausgenutzt haben, um mit den Geldern des Klosters seine Spielsucht zu finanzieren.

Als Vorstand des Klosters soll der Mönch Zugang zu drei verschiedenen Konten gehabt haben. Die Vorwürfe besagen, dass er hier regelmäßig große Summen abgehoben haben soll. Insgesamt ist die Rede von einer Summe in Höhe von rund 263.000 Dollar. Das Geld soll der Mönch genutzt haben, um hiermit seinen Spieltrieb in den umliegenden Casinos zu finanzieren. Offensichtlich war die Sucht so weit vorangeschritten, dass der gläubige Buddhist teilweise pro Abend Summen in Höhe von bis zu 10.000 Euro beim BlackJack verspielte.

Mönch am Flughafen verhaftet

Die Behörden hatten von den Machenschaften des Mönchs erfahren, weil dieser eine große Summe Geld im Casino abgehoben hatte. Die Verhaftung erfolgte im November 2015 am Flughafen New York. Der Mönch muss sich heuer vor Gericht verantworten. Nach eigenen Angaben habe er in unregelmäßigen Abständen Geld auf die Konten des Klosters zurücküberwiesen. Im Falle einer Verurteilung muss der gläubige Buddhist mit einer Haftstrafe von 20 Jahren rechnen plus einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 Dollar. Die Rückzahlung der entwendeten Gelder wird der Mönch in jedem Fall vornehmen müssen.