Etwa 42 Prozent derjenigen, die sich in Behandlung befinden, haben nach eigenen Aussagen bereits vor der Erreichung des 18. Lebensjahres mit dem Spielen begonnen. Bei über der Hälfte der Betroffenen stammen beide Elternteile aus dem Ausland. Neben der Statistik, die anhand der Daten der Spielsuchthilfe erstellt werden konnte, gibt es jedoch noch eine Vielzahl an pathologischen Spielern, die noch keine Hilfe in Anspruch genommen haben.

Das Glücksspiel selber durchlebt eine stetige Entwicklung. In Anbetracht dessen, dass sich vor allem auch die Technologien stetig weiterentwickeln ist es kein Wunder, dass auch im Bereich des Glücksspiels schnell immer wieder Neuheiten auf den Markt kommen. Im letzten Jahr hat die Entwicklung gezeigt, dass das Online Glücksspiel sowie das Mobile Gaming einen großen Schritt in Richtung Weiterentwicklung gemacht hat und sich daher auch immer weiter wachsender Beliebtheit erfreut.

Mit der Spielsucht gehen meist viele weitere Probleme einher. Ein großes Problem von Spielsüchtigen ist meist die hohe Verschuldung. Oft werden heutzutage Hilfsangebote im Bereich der Spielsucht zusammen mit der Schuldnerberatung angeboten, denn wenn die Betroffenen Hilfe suchen ist die Spielsucht meist schon so weit vorangeschritten, dass die Verschuldung bereits eingesetzt hat. Nach Befragungen von pathologischen Spielern ist schnell deutlich geworden, dass auch heute noch das kleine Glücksspiel der Hauptzweig der krankhaften Spieler ist. An zweiter Stelle befindet sich nach Angaben der Betroffenen das Online Glücksspiel. SPö und Grüne haben nun geplant, die Automaten aus Wien zu verbannen. Dies bedeutet, dass im Jahr 2015 alle Spielautomaten verboten werden sollen, außer die, die sich in lizensierten Casinos befinden.

In den Spielhallen herrschen weniger strenge Kontrollen vor. Daher ist es für viele Problemspieler ein leichtes, auch unter 18 Jahren der Sucht nachzugehen. Würde sich das kleine Glücksspiel auf die Casinos beschränken, so gäbe es eine bessere Kontrollmöglichkeit, so die Politiker. Wenn das Angebot an Glücksspiel in der Stadt verringert wird, so würde auch die Spielsucht zurückgehen, dieser Meinung sind einige Politiker und Experten. Ein Problem stellt dann weiterhin das wachsende Online Glücksspielangebot dar. Hier habe der Staat keine Kontrollmöglichkeit.

Lediglich die Spieler selbst haben die Möglichkeit, sich zu sperren oder Limits einzuführen. In Österreich gibt es als lizensierten Anbieter die Casinos Austria mit ihrer Tochter win2day, aber darüber hinaus stellen auch viele Anbieter aus dem Ausland ihr Angebot in österreich zur Verfügung. Wer demnach für die heimische Glücksspielseite gesperrt ist, hat die Möglichkeit, zu einem anderen Anbieter auszuweichen. Das Angebot ist zwar nicht legal, befindet sich derzeit in Österreich jedoch noch in einer rechtlichen Grauzone.