Mit Hilfe einer Astat-Studie in Südtirol soll herausgefunden werden, welche Personen in Südtirol dem Glücksspiel nachgehen, warum sie zocken und inwieweit die Spielsuchtgefahr in der Region eine Rolle spielt. Als Grundlage ist es interessant zu wissen, dass insgesamt 350.000 Südtiroler in ihrem Leben bereits einmal ein Glücksspiel mit Geldgewinn ausprobiert haben. Bei dieser Anzahl an Spielern handelt es sich um 82,4 Prozent der gesamten Südtiroler Bevölkerung.

Die Spielgewohnheiten der Südtiroler in Zahlen:

  • pro Woche spielen ungefähr 1500 Südtiroler an einem Geldautomaten
  • fast jeder zweite Südtiroler spielt mindestens einmal im Jahr
  • am häufigsten haben dieses Jahr Südtiroler zwischen 21 und 30 Jahren ein Glücksspiel ausprobiert – circa 60 Prozent
  • 17 bis 20 Jahre: 39,8 Prozent
  • 31 bis 40 Jahre: 52,4 Prozent
  • 41 bis 50 Jahre: 48,3 Prozent
  • 51 bis 60 Jahre: 46,7 Prozent
  • 61 und mehr Jahre: 37,3 Prozent

Die Zahlen, die durch die Studie erhoben werden konnten zeigen bereits deutlich auf, dass vor allem junge Menschen dem Glücksspiel nachgehen und daher auch die gefährdete Spielergruppe in Verbindung mit der Spielsucht sind. Auch der Unterschied nach Geschlecht ist auffällig, denn insgesamt 54 Prozent der Männer haben im letzten Jahr an Glücksspielen teilgenommen, während es nur 39 Prozent bei den Frauen sind.

Spielsuchtgefahr in Südtirol

Auch wenn anhand der Zahlen die Spielsucht in Südtirol gar nicht so weit verbreitet ist, so stellt diese dennoch auch in der Region eine Gefahr dar. Nach Angaben der Studie sind 1,3 der Südtiroler pathologische Spieler. Die Spielsucht stellt im Zusammenhang mit dem Glücksspiel immer eine Gefahr für die Spieler dar. In Südtirol werden folgende Glücksspielarten mit der Spielsucht in Verbindung gebracht:

  • Rubellose
  • Lotto
  • Sportwetten
  • Online-Geldspielautomaten

Während die pathologischen Spieler in Südtirol noch überschaubar sind, so gibt es dennoch rund 12.000 problematische Spieler in Südtirol. Dies zeigt deutlich auf, dass die Spielsucht auch in der Region verstärkt thematisiert werden muss. Die Spielsucht kann in finanziellen und sozialen Problemen enden, bis hin zu krimineller Aktivität aufgrund von Verzweiflung. Daher sollen auch in Zukunft in Südtirol weiterhin Maßnahmen ergriffen werden, die sich gegen das Glücksspiel richten, um so die Spielsuchtgefahr einzudämmen.