Gerade die Spiele in Sozialen-Netzwerken können eine große Gefahr für Kinder und Jugendliche darstellen. Spiele dieser Art können Kinder in sehr jungem Alter an das Glücksspiel heranführen, was sich dann später negativ auf den Lebenslauf der betroffenen Personen auswirken kann. Dieses Thema wurde von Seiten der Experten des Fachverbands Glücksspielsucht bei einer Tagung in Berlin näher beleuchtet.

Die Lust zum Spielen

Spieler fühlen sich zum Spielen insbesondere dann animiert, wenn das Gewinnen einfach möglich ist. Normalerweise basieren Glücksspiele auf dem Zufallsprinzip, viele Spiele jedoch sind nach Meinung des Glücksspiel-Forschers Gerhard Meyers so ausgelegt, dass die Spieler durch vermehrte Gewinne dazu motiviert werden, mehr zu spielen.

Gerade bei Kinder und Jugendlichen ist das Gewinnen noch besonders ausschlaggebend und daher könnten die Spiele, die für junge Menschen in sozialen Netzwerken angeboten werden, tatsächlich Einfluss darauf nehmen, dass Kinder im Erwachsenenalter sich vermehrt zum Glücksspiel hingezogen fühlen.

Fakten zur Spielsucht:

– junge Männer stellen die Hauptrisikogruppe dar

– geschätzt gibt es 500.000 spielsüchtige Menschen in Deutschland

– Hauptproblem in Bezug auf die Spielsucht stellen Kneipen, Cafes und Spielhallen dar

Um die Spielsucht in den Griff zu bekommen und die Anzahl der Betroffenen langfristig verringern zu können fordern die Experten eine zentrale Sperrdatei. Hier könnten Spieler sich selber sperren lassen oder gesperrt werden. Negative Auswirkung hätte dies allerdings gleichzeitig auf die Betreiber von Spielhallen. Dies zeigte das Beispiel Hessen, wo aufgrund der Sperrdatei für Spielhallen die Einnahmen der Betreiber bereits zurückgegangen sind.