Die Spielsuchtgefahr im Allgemeinen ist ein Thema, seit es das Glücksspiel gibt. Glücksspiel übt auf viele Menschen einen besonderen Reiz aus, die Gewinne sind verlockend und das allein reicht manchmal aus, um ganze Familien in die Armut und darüber hinaus in den Verlust der gesamten Existenz führt. Besonders anfällig sind laut Umfragen und Studien ärmere Personen, die zudem einen Migrationshintergrund haben. Eine Selbsthilfegruppe beschäftigt sich genau mit diesem Thema.

In der Gruppe gibt es zum Beispiel türkische Männer, die nach Deutschland kamen, um zu arbeiten und durch das wenige Sprachverständnis und wenig Integration Ausflucht in die Spielhallen suchten. Für viele war dies der Anfang einer Sucht und oft auch der Anfang vom großen Ende. Die Scham für die eigene Sucht riss zum Teil ganze Familien in tiefe Armut und viele haben mit den Folgen davon noch heute zu kämpfen.

Die Selbsthilfegruppe, die sich insbesondre um diese ausländischen Familien kümmert, fordert vom Staat eine Neuregulierung; strengere Kontrollen oder am besten gleich die komplette Abschaffung von Glücksspiel. Die Spielsucht im Allgemeinen ist in Deutschlands Hauptstadt Berlin sehr weit verbreitet. Laut Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe müsse der Staat mehr Kontrolle über den Glücksspiel-Zweig gewinnen und die Suchprävention weiter ausbauen und das Hauptaugenmerk darauf legen.

Besonders in den Berliner Kiezen soll ein ausgearbeitetes Präventionsprogramm vor der Sucht schützen. Die neuen Gesetzesentwürfe beinhalten bisher den Mindestabstand zwischen den Automatenhallen und die maximale Anzahl von Automaten in einer Halle. Außerdem soll künftig die Gewinnausschüttung reduziert werden.

Suchtgefährdet sind vor allem männliche Migranten, die noch sehr jung sind. Durch die Armut und die fehlende Integration werden die jungen Männer in die Hallen gelockt und kriegen durch die Atmosphäre dort Geborgenheit und eine gewisse Sicherheit geboten. Es ist eine Flucht vor der Realität, die bei den meisten leider in eine Spielsucht ausartet. Die Spielsucht soll künftig besser bekämpft werden bzw. die Suchtgefahr eingedämmt. So lange es Spiele gibt, wird es auch immer Spielsüchtige geben und trotzdem ist es an der Zeit, sich mehr für das Wohlergehen der Gefährdeten und Süchtigen einzusetzen.