Das Hessische Innenministerium hat bereits das Ende des Vergabeverfahrens für Sportwettenlizenzen in Deutschland angekündigt, doch Experten erwarten, dass dies nicht unkommentiert bleiben wird. Geplant ist die Vergabe von insgesamt 20 Lizenzen, um so die Grauzone im Bereich Sportwetten aus Deutschland zu verbannen. Das Sportwettenangebot in Deutschland ist umfassend, doch bisher war das Angebot in Deutschland nicht reguliert. Seit 2012 ist die Regelung im Glücksspielstaatsvertrag enthalten, mit der dem illegalen Sportwettangebot vor Ort ein Ende gesetzt und Lizenzen für das Sportwettangebot ausgegeben werden sollen.

Nach den neusten Angaben wurde die Liste mit 20 Unternehmen, die in Zukunft eine Sportwettenlizenz für Deutschland erhalten sollen, von Seiten des hessischen Innen- und Sportministeriums festgelegt. Unter Anderem soll die Oddset Deutschland Sportwetten (ODS) GmbH zu den lizensierten Anbietern gehören.

Die begünstigten Betreiber haben nun natürlich allen Grund zur Freude, doch es gibt auch eine andere Seite der Medaille. Die leer ausgegangenen Betreiber haben bereits eine Klagewelle angekündigt. Dies würde bedeuten, dass das Lizenzvergabeverfahren sich in der Zukunft weiterhin in die Länge ziehen wird und die Lizenznehmer noch länger warten müssen. Erst wenn alle gerichtlichen Fragen geklärt sind, würden die Lizenzen tatsächlich vergeben werden und der Betrieb könnte beginnen.

Hoffnung auf Verfahrensende

Nicht nur die Betreiber sondern auch die zuständigen Behörden und die Experten hoffen auf ein baldiges Verfahrensende. Das Verfahren dauert nun bereits seit zwei Jahren an, kein Wunder also, dass die Betroffenen sich nach einer Entscheidung sehnen. Die Lizenznehmer hoffen nun darauf, dass die leer ausgegangenen Unternehmen sich gegen die Klagen entscheiden, damit das Verfahren in Bälde tatsächlich ein Ende haben wird.

Um eventuelle Klagen abzuwenden, wurde von Seiten der Experten bereits deutlich gemacht, dass es im Vorfeld schon einige Diskussionen über das Verfahren und das Gesetz gab. Hier hatte der Europäische Gerichtshof in der Vergangenheit bereits eine Entscheidung zu Gunsten des Glücksspielstaatsvertrags getroffen. Das Vergabeverfahren sei nach Meinung von Experten ordnungsgemäß verlaufen, auch wenn es sich zeitmäßig enorm in die Länge gezogen habe.

Die Entscheidung sei auf die passenden Bewerber gefallen, die in ihren Bewerbungsunterlagen mit den eigenen Konzepten überzeugen konnten. Die Klagen könnten in Bezug auf das Vergabeverfahrens nach Angaben von Experten nichts erreichen, lediglich die Frage danach, ob weitere Lizenzen vergeben werden sollten könnten vor Gericht diskutiert werden und dies wiederum sollte die Lizenznehmer nicht daran hindern, ihre Angebote legal in Deutschland präsentieren zu können.