Nach der Neuregelung sollten 20 bundesweite Glücksspiellizenzen für das Angebot von Sportwetten ausgegeben werden. Hierfür gab es ein Vergabeverfahren, bei welchem die Bewerber auf Herz und Nieren geprüft wurden. Die Bewerber mussten Auflagen erfüllen, die zum Beispiel die Bereiche Spielerschutz und Werbung betreffen. Eine Auswahl potentieller Bewerber hat bereits stattgefunden, allerdings können diese bis heute nicht auf dem Markt agieren.

Mit der Bekanntgabe der 20 ersten Lizenznehmer durch das hessische Innenministerium brach nach dem Herbst dieses Jahres eine Klagewelle los. Diese sorgte dafür, dass trotz feststehender Lizenznehmer vorerst keine weiteren Schritte eingeleitet werden können. Geklagt wurde von Seiten der Bewerber, die bei der Lizenzvergabe nicht berücksichtigt wurden.

Das hessische Innenministerium veröffentlichte eine Liste der 20 vorgesehenen Lizenznehmer, die sich aus folgenden Unternehmen zusammensetzt: Admiral Sportwetten, Cashpoint, Digibet, Bet 90, Intermedia, Bet-at-home.com Internet, ODS Oddset Sportwetten Deutschland, Oddsline Entertainment, Electra Works, Deutsche Sportwetten, Primebet International, Bernd Hobiger Wettbüro Goldesel, Personal Exchange International, Polco, Ladbrokes International, Ruleo Alpenland, Racebets International Gaming, Star Sportwetten, Albers Wettbörsen Deutschland und IBA Entertainment.

Ziel des Spielerschutzes weiterhin unerreicht

Experten waren besonders überrascht über die Veröffentlichung der ausgewählten Unternehmen, denn bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass einige der größten und international anerkannten Unternehmen, wie zum Beispiel Bet365 und Betvictor, auf der Liste fehlen. Aufgrund dessen wurden das Vergabeverfahren und damit einhergehend die Bewertungskriterien massiv in Frage gestellt. An dieser Stelle entschieden einige Anbieter sich dafür, Klage einzureichen.

Zum Beispiel der Anbieter Tipico klagte nun gegen die Lizenzvergabe. Aufgrund der Klagen wurde das Verfahren erst einmal nicht weiter fortgesetzt, was nun dazu führt, dass alle Anbieter in Deutschland, mit Ausnahme derer in Schleswig-Holstein, in einem rechtsfreien Raum operieren und die Regierung dem Vorhaben besseren Spielerschutz mit der Lizensierung einzuführen, keinen Schritt nähergekommen zu sein scheint.

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