In Nordrhein-Westfalen wird neusten Statistiken zu Folge immer mehr Geld in die Spielautomaten in Automatenhallen investiert.

Im Vergleich zum Vorjahr gab es einen bemerkenswerten Anstieg, was Grund zur Sorge bereitet, vor allem in Bezug auf Spielsucht und Jugendschutz. Im Kreis rund um die Stadt Bonn wurden im letzten Jahr allein 31 Millionen Euro in die Automaten gesteckt.

Der Grund für das vermehrte Glücksspiel bei den Spielautomaten wird in der zusätzlichen Aufstellung gesehen. Es kommen immer mehr neue Automaten und Automatenspielhallen hinzu, sie schießen wie Pilze aus dem Boden.

Rheinbach ist der Ort, wo in der Region am meisten gespielt wird, so ergab es eine Statistik. Vor Ort gibt es insgesamt 10 Spielhallenkonzessionen. In genau diesen wird mehr gespielt, weshalb auch immer mehr und neue Automaten hinzu kommen. Der Vorsitz der Stadt Rheinbach gibt an, nicht dagegen vorgehen zu können.

Allein vom Gesetz her, ist in dieser Hinsicht scheinbar wirklich nichts zu machen, denn rechtlich ist vor Ort alles in Ordnung. Es gibt 10 Konzessionen in der Stadt, die sich auf vier große Spielkomplexe aufteilen. Pro Spielhalle sind 12 Automaten gestattet. Auch in diesem Fall wurde mit Tricks gearbeitet, so dass die Räume sich direkt nebeneinander befinden, jedoch durch separate Eingänge zu betreten sind.

Die Betreiber dieser Hallen verdienen ihr Geld an der Sucht der Glücksspieler. Die Betreiber freuen sich demnach, über die Entwicklung der letzten Jahre, vor allen Dingen auch auf die Umsätze bezogen. Für die Zukunft wird jedoch vor Ort kein weiteres Wachstum erwartet.

Die Automatenspielhallen haben gerade auch in der letzten Zeit eine große Konkurrenz bekommen: die Online Casinos. Das Spielen im Internet wird bei jung und alt immer beliebter. Außerdem treffen die verschiedenen Steuern die Betreiber von Spielhallen hart, denn insgesamt müssen etwa 35-40 Prozent an steuerlichen Abgaben von den Einnahmen abgezogen werden.

Während das Land an den Spielsüchtigen verdient, haben diese oft sehr zu kämpfen. Ein Spielsüchtiger kann im Monat ganz einfach mal einen Verlust von 1000 Euro machen. Ein einzelnes Schicksal, hart getroffen, während es in den Kassen des Landes klingelt.

In Nordrhein-Westphalen gibt es an der Zahl vier Spielhallen, wo neben den Automaten auch noch Live Spiele wie Blackjack und Roulette angeboten werden. Die Umsätze sind in den letzten Jahren jedoch im Ganzen gesunken, von 100 Millionen Euro Verdienst vor fünf Jahren bis auf 64 Millionen Euro Umsatz im letzten Jahr. Auch daran sind die Konkurrenz durch das Internet und die Wirtschaftskrise deutlich erkennbar.