Der Stadtangestellten wird vorgeworfen rund 400.000 Euro an städtischen Geldern auf ihr eigenes Konto überwiesen zu haben. Als Motiv wird der Zockerin die eigene Spielsucht nachgesagt, die sie scheinbar nicht mehr unter Kontrolle gehabt haben soll.

Es wurde nun von Seiten der Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Untreue eingeleitet. Der Angeklagten wird vorgeworfen Sozialhilfe für entweder nicht existierende oder bereits verstorbene Bürger auf das eigene Konto überwiesen zu haben. Freunde der Angeklagten hatten sich bereits gewundert, wie die Stadt-Angestellte sich solch teure Reisen leisten konnte, von denen sie auf einem eigenen Internetportal immer wieder Urlaubsbilder postete. Mit dem eigenen Vorgehen sorgte die Stadt-Angestellte für einen Schaden in Höhe einer sechsstelligen Summe.

Offensichtlich hatte die Angestellte des Sozialbürgerhauses zwischen den Jahren 2011 und heute alle Freiheiten die sie brauchte, um diesen Betrug durchzuführen. Sie wurde von Seiten der Stadt bereits gekündigt und der Auflösungsvertrag wurde auch von ihrer Seite unterschrieben. Die Angestellte hatte einen Weg gefunden, wie die Kontrollsysteme, die vorhanden sind, um Auszahlung von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XII zu überprüfen, zu umgehen. Durch diesen Trick konnte die Stadtangestellte sich selbst bereichern und ihr wird eine hohe, kriminelle Energie nachgesagt.

Das Verfahren wurde nun bereits eingeleitet und die Ermittlungen sind in vollem Gange. Die Stadt gibt an, den Prozess nun erst einmal abwarten zu wollen, um im Anschluss daran alle Wege zu nutzen, das verlorene Geld wieder zurück zu bekommen. Offensichtlich sei dies aber kein großes Problem, denn über den Anwalt der Angeklagten wurde man sich bereits einig und die Angeklagte habe deutlich gemacht, dass sie das Geld in Raten zurückzahlen wolle und ihr ihre Tat sehr leid tue. Nach eigenen Angaben sei sie spielsüchtig gewesen und habe daher jede Möglichkeit genutzt, um an Geld zu gelangen und auf diese Art und Weise die eigene Sucht zu befriedigen.