In der Stadt Donaueschingen ist der Kampf gegen das Glücksspiel nun auch wieder zum Thema geworden. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Vergnügungssteuer drastisch zu erhöhen, um so das Glücksspiel einzudämmen. Die neue Regelung soll bereits ab April gelten. Die Erhöhung der Vergnügungssteuer betrifft vor allem die Anbieter und Aufsteller von Spielautomaten.

Insgesamt gibt es in der Stadt 150 Spielgeräte, die von 15 Automatenaufstellern betrieben werden. Wenn die Vergnügungssteuer erhöht ist, könnte es sein, dass es sich für einige Anbieter nicht rentiert und diese daher auf ein paar der Spielautomaten verzichten müssen. Darauf scheint die Stadt zum Schutz der Spieler zu spekulieren.

Neben der prozentualen Erhöhung der Vergnügungssteuer von 18 auf 20 Prozent gibt es außerdem noch die Veränderung, dass künftig die Steuer nicht mehr anhand der Nettokasse sondern anhand der Bruttokasse berechnet werden soll. Durch diese Veränderung ist die Steuer für die Anbieter noch einmal höher. Doch nicht nur die Mehreinnahmen sind ein Grund für die Erhöhung, sondern laut Angaben des Gemeinderats vor allem auch die Bekämpfung des Glücksspiels.

Es wird prognostiziert, dass die Mehreinnahmen durch die Steuererhöhung auf das Jahr berechnet etwa bei rund 120.000 Euro mehr liegen werden. Was also zuletzt als Nachteil für die Anbieter und Spieler gesehen werden kann, ist reines Glück für die Stadt. Langfristig ist es auch für die Spieler von Vorteil, denn die Spielsucht stellt im Bereich des Glücksspiels eine große Gefahr für die Spieler da. Eine hohe Steuer soll die Spieler davor beschützen und das Glücksspielangebot verringern, so dass weniger Möglichkeiten bestehen, der Spielsucht zu verfallen.