Die erhöhten Steuern sollen ab 2013 gültig werden. Der Finanzausschuss hatte dem Stadtrat diese Empfehlung ausgesprochen und dieser Empfehlung scheint nun Folge geleistet zu werden.

Die Prognosen für das nächste Jahr rechneten mit Mehreinnahmen von 150.000 Euro. Dieser Betrag würde sich jedoch mit den änderungen der Steuern auf einen Betrag in Höhe von 470.000 Euro belaufen, unglaubliche Mehreinnahmen die damit in die Kassen der Stadt fließen würden. In den letzten vier Jahren wurde der Steuersatz der Vergnügungssteuer etwa alle zwei Jahre um jeweils zwei Prozentpunkte erhöht.

Im Jahr 2008 von elf auf 12 Prozent und im Jahr 2010 auf 15 Prozent. Eine Erhöhung auf sogar 19 Prozent wurde von dem Verwaltungsgericht Münster bereits zugelassen, da hier entschieden wurde, dass die Erhöhung auf einen Steuersatz von 19 Prozent mit dem sogenannten Erdrosselungsverbot vereinbar sei.

Bei dem Erdrosselungsverbot geht es darum zu berücksichtigen, dass die Automatenaufsteller trotz erhöhter Steuern in der eigenen Berufsausübung nicht eingeschränkt werden. Dies sei laut Gericht bei einer Erhöhung der Vergnügungssteuer auf 19 Prozent nicht der Fall, so auch der Leiter des Stadtdienstes Steuern, Kurt Tschirge.

Auch die Steuererhöhung auf Spielautomaten in Gaststätten soll im nächsten Jahr angestrebt werden. Die Steuererhöhungen lagen wohl auch im Interesse der Bürger der Stadt, denn ein Votum der Bürgerbeteiligung zum Städtischen Haushalt 2012 ergab ein eindeutiges Ergebnis, mit 97 Prozent für die Erhöhung der Vergnügungssteuer.