Saalassistenten sorgen dafür, dass die Kunden im Casino bei Bedarf Erfrischungen und Snacks erhalten, wührend sie an den Spieltischen ihr eigenes Glück auf die Probe stellen. Als Dank dafür lassen viele Kunden den Saalassistenten bei dieser Gelegenheit gerne Mal ein Trinkgeld zukommen. Vor Gericht wurde nun entschieden, dass die Trinkgelder der Saalassistenten nicht versteuert werden müssen.

Voraussetzung für Steuerfreiheit bei Trinkgeldern:

– Zahlung von Trinkgeldern muss freiwillig passieren

– die Zahlung muss ein zusützlicher Betrag, zu dem, den sie für die Arbeitsleistung sowieso zahlen müssen, sein

– Trinkgeld muss als Aufmerksamkeit für besonders gute Leistungen gezahlt werden

– persünliche und unmittelbare Leistungsbeziehung zwischen dem Saalassistenten und dem Kunden der Spielbank

– Trinkgeld darf zudem nicht vom Arbeitgeber, sondern muss von einem dritten stammen

Die Trinkgelder sind auch dann steuerfrei, wenn die Mitarbeiter der Spielbank diese erst einmal in einem gemeinschaftlichen Topf sammeln. In vielen Etablissements ist dies üblich. In Manchen Füllen verteilt der Arbeitgeber die Trinkgelder nach einem Monat dann gerecht auf die Mitarbeiter und zahlt diese nach einem Monat aus.

Hier bleibt die Steuerfreiheit weiterhin bestehen, vorausgesetzt der Arbeitgeber zahlt nicht selbst auch etwas in den Topf der Trinkgelder ein. Die Kunden jedenfalls künnen sich frei fühlen, die Saalassistenten mit einem Trinkgeld zu belohnen, vor allem dann, wenn die Leistung der Mitarbeiter für die Kunden erfreulich war.