Hierfür müssen die Anbieter im Inland lizensiert sein, erst dann kann der Staat Steuern auf das Online Glücksspiel erheben. Somit werden ausschließlich die von Inländern im Internet abgeschlossenen Glücksspiele und Wetten besteuert. Dies ist vor allem aus Gründen des Wettbewerbs legitim, sorgt jedoch gleichzeitig für Schwierigkeiten, denn der Aufenthaltsort der Kunden ist nur schwierig feststellbar.

Geografische Feststellbarkeit des Aufenthaltsorts

Trotz moderner Technik ist es besonders schwierig, den Aufenthaltsort des Spielers mit Sicherheit zu bestimmen. So ist die Regelung zwar ganz klar so ausgelegt, dass das Online Glücksspiel dann besteuert wird, wenn Spieler und Anbieter im Inland sind, jedoch ist dies vor allem auf der Spielerseite nicht mit Sicherheit feststellbar. Hierbei kam es schon vor Gericht zu Problemen, denn neben der schwierigen Feststellbarkeit ist das Speichern solcher Daten aus Gründen des Datenschutzes verboten. Hier war es nun die Aufgabe der Abgabebehörden eine Bemessungsgrundlage zu finden.

Wohnort als Bemessungsgrundlage

Zuerst war es im Gespräch die IP Adresse oder Schätzungen als Bemessungsgrundlage zu nehmen, um festzustellen, in welchem Fällen das Online Glücksspiel besteuert werden müssen. Aus mehreren Gründen waren diese beiden Möglichkeiten als Bemessungsgrundlage nicht sinnvoll. Aus diesem Grund wurde entschieden, dass der angegebene Wohnort die Bemessungsgrundlage darstellen sollte. Wer entsprechend die eigene Wohnhaft im Inland angegeben hat und das Online Glücksspielangebot nutzt, egal ob zu dieser Zeit am eigenen Wohnort oder nicht, der muss Steuern für das Online Glücksspiel zahlen.

In vielen Fällen jedoch wird vor Gericht nicht nur der Wohnort als Bemessungsgrundlage, sondern zudem auch die IP-Adresse hinzugezogen. In diesem Fall können sich beide Merkmale wiedersprechen, was dazu führt, dass die Besteuerung nicht zwingend durchgeführt werden muss. Es ist schwierig hier entsprechend Sicherheit zu bieten und eindeutige Entscheidungen treffen zu können. Hier ist es nun die Aufgabe des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) die Steuertatbestände so zu umschreiben, dass sie gleichmäßig angewendet werden können.