Das Spielcasino sei in der Verantwortung gewesen präventiv die Spieler über die Suchtgefahr zu informieren und in eindeutigen Fällen Sperrungen vorzunehmen, um die Spieler so vor der Spielsucht schützen zu können. Dieser Verantwortung sei das Casino offensichtlich nicht nachgekommen, wodurch das Casino nun eine Hohe Geldstrafe entrichten muss.

Die Geldstrafe für das Casino Basel wurde auf eine Summe in Höhe von 1,5 Millionen Franken festgelegt. Das Casino hatten einen Mann drei Jahre lang überhöhte Einsätze an den Spieltischen des Casinos tätigen lassen, ohne hier eine Sperre auszusprechen. Mit diesem Vorgehen verletzte das Casino laut Gerichtsurteil die eigene Sorgfaltspflicht und wurde aus diesem Grund zu einer solch hohen Geldstrafe verurteilt. Die Aufgabe der Casinos ist es, auffällige Spieler im Auge zu behalten.

Im Falle von oft sehr hohen Einsätzen, die durch die betreffenden Spieler getätigt werden und einem auffälligen Verhalten ist es den Casinos gestattet hier Spielersperren zu verhängen. In besonders drastischen Fällen, wo deutlich wird, dass der Spieler Einsätze tätigt, die über der eigenen finanziellen Situation liegen, muss eine solche Sperre sofort ausgesprochen werden, um auf diese Weise vor der aufkeimenden Spielsucht schützen zu können. Dieses Vorgehen von Seiten der Spielbanken ist im Spielbankengesetz verankert und muss von jeder Spielbank angewendet werden. Wenn die Spielbank nicht reagiert und keine Sperre ausspricht, müssen die Betreiber der Spielbanken mit entsprechenden Sanktionen rechnen, so wie es bei dem aktuellen Fall für das Casino Basel der Fall ist.

Im aktuellen Fall geht es um einen Immobilienverwalter, der Millionenbeträge in der Spielbank veruntreut hat. Drei Jahre lang setzte der Spieler sehr hohe Beträge an den Spieltischen des Casinos Basel. Das Verhalten des Spielers wurde von Seiten der Spielbank nicht mit einer Sperre geahndet. Der spielsüchtige Mann forderte im Jahr 2008 von sich aus die Spielersperre, da er in finanzielle Probleme geriet.

Die eidgenössische Spielbankenkommission wurde auf den Fall aufmerksam und ordnete eine Sanktion für die Spielbank Basel in Höhe von 5 Millionen Euro an. Der Sanktionsbetrag wurde dann von dem Bundesverwaltungsgericht auf eine Summe in Höhe von 3 Millionen Euro herabgesetzt. Zuletzt setzte das Bundesgericht die Sanktion noch einmal auf 1,5 Millionen Euro herab, da hier die Spielbankenabgabe anders berücksichtigt wurde als von Seiten der Vorinstanz.