Doch die Reaktion fällt weniger freudig und viel mehr verärgert aus. Die Betreiber von kleinen Vereinen bemängeln vor allem die mit dem Geldspielgesetz einhergehenden strengen Regelungen, die es den kleinen Betrieben unmöglich machen würden, attraktive Pokerturniere in der Schweiz anzubieten.

Regelungen des Geldspielgesetzes:

– Pokerclub muss ein Verein sein

– transparente Geschäftsführung

– Maximaleinsätze

– Anzahl Turniere pro Tag

– Rechnungslegungspflichten nach Obligationenrecht

– teure Revisionen

Noch wurden keine Details zu den Regelungen von Seiten des Casinoverbands geäußert, Betreiber beschweren sich trotzdem bereits, denn die hohen Kosten seien für einen kleinen Betrieb nicht tragbar, wenn gleichzeitig auch noch die Miete und Löhne für den Betrieb gezahlt werden müssten. Die Legalisierung von Poker sei in der Theorie für die Betreiber zwar eine gute Idee, jedoch nach Befürchtungen der Experten für die meisten Anbieter nicht umsetzbar und nicht praktikabel.

Keine Pokerturniere trotz Legalisierung

Der Casinoverband macht deutlich, dass eine Erlaubnis des Pokerspiels nur dann möglich sei, wenn damit einhergehend Regelungen gefunden werden. Ziel ist es nach Angaben des Verbands, dass die Anbieter von Poker nicht zur Konkurrenz für die Spielbanken werden, deshalb war mit der Planung der Legalisierung klar, dass Poker nur in kleinen Clubs erlaubt sein wird. Nach Angaben des Casinoverbands sei man den Anbietern enorm entgegen gekommen und hätte sich auf den Wunsch eingelassen, das Pokerspiel in Clubs in der Schweiz zu legalisieren. Die Betreiber selber sehen dies jedoch ganz anders, denn trotz der Ankündigung, dass das Pokerangebot legal sein wird, glauben Experten, dass es dennoch keine Pokerclubs geben wird, da sich die Anbieter kleiner Etablissements die Kosten, die dafür entstehen würden, nicht leisten könnten.