Die Schrumpfung von Einnahmen und Besucher in den Spielbanken mit staatlicher Zulassung ist nach Ansicht eines Fachmannes mit den hohen Steuern und den strengen Bedingungen in Bezug auf den Spielerschutz zurückzuführen.

Die Steuerhöhe sei häufig nicht der wirtschaftlichen Wirklichkeit angepasst, so ein Vorstandsmitglied der European Casino Association vor kurzem. Die Ausgaben der Spielbanken seien oft gar nicht gedeckt.

Ein Bruch mit dem bestehenden System könne nicht so leicht durchgesetzt werden, doch für die Spielbanken wäre eine reguläre Besteuerung für Unternehmen, wie diese auch im Ausland zu finden sei, das Beste.

Man müsse eine kleine Abgabe für Spielbanken in Bezug auf die Gewinne und eine kohärente Besteuerung erreichen, so ein ehemaliger Sprecher der Deutschen Spielbanken Interessen- und Arbeitsgemeinschaft. Der Schutz von Nichtrauchern habe schlechte Konsequenzen für die Gewinne gehabt, so der Ex-Sprecher.

Doch hier finde man in ganz Deutschland unterschiedliche Gegebenheiten vor. So habe man in Schleswig Holstein abgegrenzte Räumlichkeiten für Raucher eingerichtet. Hier entstünden 90 Prozent des Gewinns, so der Sprecher der auch Chef der Spielbanken Schleswig-Holstein ist.

Die schärferen Bedingungen in Bezug auf den Spielerschutz, den der Glücksspielvertrag mit sich brachte, seien an der schlechten Lage mit schuldig, doch diese seien in Teilbereichen auch vernünftig, so der Chef.

Was aber keinesfalls sein dürfe, sind die Einschränkungen für Reklame und das Untersagen des Online Spiels, kritisierte er. Hier brauche man wenig strengere Kriterien. Das Gesetz in Bezug auf Geldwäsche habe einen schlechten Einfluss auf die Besucherzahlen in den Casinos.

Wenn ein bestimme Geldbetrag erreicht sei, sei die Spielbank verpflichtet, die Daten des Besuchers zu speichern, diese Form der Kontrolle sei nicht für jeden zu ertragen, so der Geschäftsführer.