In den letzten Jahren befand sich hierbei die Zigarettensucht auf Platz Eins, doch nun wird diese durch die Glücksspielsucht abgelöst, wie eine aktuelle Studie aufzeigt. Bei der Delmenhorster Schülerstudie des &qout;Aktionsbündnisses Riskanter Konsum &qout; ist im Ergebnis herausgekommen, dass die Jugendlichen der Stadt weniger rauchen und Alkohol trinken, ein Erfolg also in diesem Bereich. Es gibt jedoch auch ein Aber, denn die Sportwetten erfreuen sich in der Region offensichtlich zunehmender Beliebtheit.

Bei der Delmenhorster Studie wurden insgesamt 1904 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren befragt. In jedem zweiten Jahr wird die Studie erhoben, dies passiert in Zusammenarbeit mit der Realschule an der Lilienstraße, der IGS Delmenhorst, der BBS II, dem Josef-Hospital Delmenhorst, der Delmenhorster Jugendhilfestiftung, der Drogenberatungsstelle Drob und der Hochschule Emden-Leer.

Studienergebnisse im Überblick:

– ein Drittel der Jugendlichen trinkt Alkohol

– erste Berührung mit Alkohol im Durchschnitt im Alter von 14 Jahren

– Anteil der Jugendlichen, die mit 17 Jahren noch nie getrunken haben, ist von 24,1 Prozent im Jahr 2012 auf jetzt 41,8 Prozent gestiegen

– mehr Jugendliche können sich heute vorstellen, eine Party ohne Alkohol zu feiern

– täglicher Tabakkonsum bei Jugendlichen ist stark abgesunken

– das durchschnittliche Einstiegsalter beim Rauchen liegt bei 12,9 Jahren

Problematischer Internetkonsum

Während die Ergebnisse in Bezug auf Rauchen und Alkoholkonsum sehr erfreulich sind, steigt das Interesse für Online Glücksspiel bei den Jugendlichen stark an. Hier ist jedoch vor der direkten Glücksspielsucht auch erst einmal die Rede von einem problematischen Internetkonsum. Während bei den jungen Mädchen soziale Plattformen besonders beliebt sind, interessieren sich die Jungs vermehrt für Computerspiele und seit den vergangenen Jahren vor allem auch für Sportwetten.

Doch hier ist heute nicht mehr nur von Interesse die Rede, viele der Jugendlichen setzen im Monat mehrfach Geld für Sportwetten oder Spielautomaten ein. Suchtexperten warnen vor der aufkeimenden Sucht bei Jugendlichen und auch vor den Gefahren der Spielsucht. Fest steht, dass Prävention in diesem Bereich in diesen Tagen mehr und mehr zum Thema wird.