Bei der Studie wird deutlich aufgezeigt, dass etwa Dreiviertel der befragten Jugendlichen bereits einmal an einer Art des Glücksspiels teilgenommen und an dieser Stelle Geld investiert haben. In Österreich erfreuen sich die Online-Angebote, bei denen kein Echtgeld Einsatz von Nöten ist, besonderer Beliebtheit. Der Trend ist grundsätzlich eindeutig zu erkennen, immer mehr Jugendliche zeigen Interesse am aktuellen Glücksspielangebot.

Bei den Jugendlichen, die dem Glücksspiel nachgehen und hier teilweise schon ein risikobehaftetes Verhalten ausweisen, sind es vor allem männliche Personen im Alter zwischen 18 und 24. Im Zuge der Studie wurden Jugendliche im Alter zwischen 12 und 24 Jahren befragt und hier wurde schnell deutlich, dass das Glücksspiel bei den Jugendlichen, in welcher Form auch immer, durchaus präsent ist. Lotterieangebote, traditionelle Tischspiele wie Blackjack und Poker, aber auch Sportwetten sind für die Jugendlichen Spieler besonders interessant. Bei den Risikospielern unter den Jugendlichen ist anhand der befragten Spieler ganz klar erkennbar, dass es vorrangig Jugendliche mit geringerem Bildungsstand sind, die dem Glücksspiel verfallen.

Bei den Jugendlichen in österreich ist sowohl das Automatenspiel als auch das Angebot an Sportwetten besonders beliebt. Derzeit werden die Online Glücksspielangebote noch nicht vorrangig genutzt, jedoch geht das Interesse der Jugendlichen eindeutig in diese Richtung. Ein Trend, der gerade besonders von Jugendlichen genutzt wird, ist das echtgeldfreie Glücksspielangebot im Internet. Experten sehen diesen Trend als gefährlich an, denn wer bei dem echtgeldfreien Spiel Erfolg verbuchen kann, der wird nach Expertenmeinung schnell Lust darauf bekommen, das eigene Glück auch einmal bei Echtgeldspielen auf die Probe zu stellen.

Das Thema Spielsucht ist den meisten Jugendlichen in Österreich durchaus bekannt, jedoch zeigt sich hier, dass die jungen Spieler meist die anderen als gefährdet ansehen, sich selbst jedoch nicht unbedingt in die gefährdete Spielergruppe mit einbeziehen. Bei Suchtexperten ist daher ganz klar, dass mehr Arbeit in die Prävention investiert werden müsse.